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Aktuelle Ausgabe

Nummer 36 vom
5. September 2010

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Ein wenig Zuwendung – das ist eine der vielen Aufgaben, die junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr übernehmen. Was wird daraus, wenn daneben ein freiwilliger Zivildienst tritt? Entsprechende Pläne stoßen allseits auf Kritik.

Titel

Wenn die Wehrpflicht fällt

 

Massive Kritik an Plänen für einen staatlich organisierten »Freiwilligen Zivildienst« – Teile der CDU gegen eigene Ministerin

FRANKFURT. Diakonie und Caritasverband kritisieren das von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) angekündigte Modell eines staatlich organisierten »Freiwilligen Zivildienstes«.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will sich für einen freiwilligen Zivildienst einsetzen, falls im Zuge der Bundeswehrreform die Wehrpflicht ausgesetzt wird. Dieser soll den Plänen zufolge Frauen und Männern offenstehen. Bei Sozialverbänden ist der Aufbau konkurrierender Freiwilligenangebote auf Kritik gestoßen. Mehrere Unionspolitiker plädieren sogar für einen sozialen Pflichtdienst. »Ist es nicht legitim, zu verlangen, dass sich junge Menschen auch für das Gemeinwesen für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellen?«, sagte der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU). Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) schlug eine allgemeine Dienstpflicht für junge Männer vor.

Der Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr hat die Pläne der Bundesfamilienministerin kritisiert. Dieser möglicherweise besser bezahlte Dienst könne dem Freiwilligen Sozialen Jahr Konkurrenz machen, sagte Geschäftsführer Martin Schulze. Er könne bestehende Freiwilligendienste existenziell gefährden. esz/epd


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