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Offenes Haus in Darmstadt

Erste Ausstellung nach der Corona-Pause

eöa/Rebecca KellerAntworten auf die Frage, welche Ursachen Menschen zur Flucht zwingen, führen leider häufig vor die eigene Haustür. Die Frage, warum Kakao so bilig ist zum Beispiel.

DARMSTADT. »Konsumsplitter« heißt die Ausstellung von Martina Hammel, die derzeit im Offenen Haus in Darmstadt zu sehen ist. Die Künstlerin greift darin Aspekte der Auseinandersetzungen um die europäische Migrationspolitik auf.

Nach dreimonatiger Pause ist das Offene Haus in der Rheinstraße 31 in Darmstadt für Ausstellungsgäste wieder geöffnet. Die erste Ausstellung bestreitet die Künstlerin Martina Hammel. Ihre Werke sind dort derzeit zu sehen, die Ausstellung läuft noch bis zum 10. Juli.

Arbeiten zur globalen Konsumgesellschaft

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden 30 Papierarbeiten zur globalen Konsumgesellschaft: Thema sind die Auswirkungen von Konsum, Handel und europäischer Subventionspolitik auf die Lebensbedingungen in afrikanischen Staaten. Hammel fragt in ihren Arbeiten, was genau eigentlich Menschen dazu bringt, ihre Heimat zu verlassen – und als Fluchtgrund ist europäische Politik nicht allzu weit weg.
 Begleitend zu den Bildern hat die Künstlerin im Austausch mit der »Antirassistischen Gruppe internationale Solidarität Darmstadt« (agis) fragmentarische Texte verfasst. Sie stammen ursprünglich aus Pressemitteilungen und Veröffentlichungen. Die Originale werden in der Ausstellung von Postern begleitet, bei denen Ausschnitte der Texte kombiniert sind mit Reproduktionen der Originale. Ergänzend zu der Thematik Fluchtursachen und Migrationspolitik wird außerdem die Serie »Resonanzen« gezeigt, die Etappen von Flucht reflektiert.

Das Thema Rassismus spielt auch eine Rolle

Bei der Ausstellung spielt auch das aktuelle Thema Rassismus eine Rolle – und zwar sowohl im Blick auf die koloniale Geschichte europäischer Länder als auch auf die Gegenwart. Im Raum der Stille können sich Besucherinnen und Besucher mit kirchlichen Äußerungen zu Rassismus auseinandersetzen. »So erklärte die Ökumenische Weltversammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung 1990, dass alle Formen des – individuellen, kollektiven und systembedingten – Rassismus Sünde sind und ihre theologische Rechtfertigung Gotteslästerung«, erklärt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse.

Von Rebecca Keller

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, Freitag von 10 bis 13 Uhr.

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