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Afrika und Australien

Kinder erleben digitale Freizeit

BUSECK. Die Corona-Pandemie macht Kinderfreizeiten derzeit nahezu unmöglich. Dekanatsjugendreferentin Carola Geck zeigt den Kindern die Welt dann eben einfach am Bildschirm.

eöa/Angela StenderAuch wenn die Kinder nicht wirklich reisen können: Virtuell lernen sie die Welt kennen.

Gerade eben, am Vormittag, waren die Kinder noch in Äthiopien. Nachmittags sind sie schon in Australien. Natürlich nur virtuell. Mit Reisen ist es ja derzeit nicht allzu weit her wegen der Corona-Pandemie. Weil deswegen auch die Freizeit in Niederdieten für sechs- bis elfjährige Kinder ins Wasser gefallen war, hat die Jugendreferentin des Dekanats Kirchberg, Carola Geck, die Kinder zu einer digitalen Freizeit eingeladen.

»Kinder einer Welt!«

Das Thema hieß »Kinder einer Welt!«. Allen angemeldeten Kindern hatte Geck vorher ein Materalpaket in den Briefkasten geworfen. Darin waren Rezepte, Rätsel und Bastelmaterial – Perle, Pfeifenputzer, Schaschlikspieße und ein Schlüsselring, dazu noch eine Art Reisepass. Das Programm der Freizeit schickte sie per Mail an die Eltern. Außerdem gab es zur Vorbereitung noch ein Begrüßungs- und Erklärvideo für die Kinder.
Mit den Hinweisen, dem Elternbrief und dem Material reisten die Kinder in Tagesetappen um die Welt. In der täglichen Abendrunde erzählten die Jungen und Mädchen von ihren Erlebnissen und stellten das Gebastelte vor. Am ersten Tag mussten sie natürlich erst noch packen und die nötigen Reisevorbereitungen treffen. Für die Abendrunde malten sie: Eine Blume stand für etwas, was an diesem Tag gut gewesen war, ein Stein für das weniger Gute. Bilder ihrer Kreationen stellten die Kinder auf dem Instagram-Kanal der Dekanatsjugendarbeit ins Internet.

Stärkung mit Chili sin carne

Der erste richtige Reisetag führte die Kinder nach Äthiopien und Australien. In Äthiopien, so lernten sie, besteht die christliche Kirche schon seit dem Jahr 316. Zum Thema Australien malten die Kinder einen Bumerang. Und am Abend sollten die Kinder zu Hause mit ihren Eltern Gyros mit Reis und Tzaziki sowie Obstsalat zubereiten. Geck wählte für die Abendrunde die Geschichte aus, in der Jesus die Kinder segnet.
Am nächsten Tag führte der Weg die Kinder über Indien, wo die Partnerdiözese Krishna Godavari liegt, nach Peru. Auf dem Weg nach Südamerika stärkten sich die Kinder mit Chili sin carne und Kuhfleckenpudding. Aus bunten Wollresten bastelten die Kinder Schlüsselanhänger, aus Schuhkartons Kicker-Spiele. Am nächsten Tag freuten sich die kleinen Teilnehmerinne und Teilnehmer auf das Reiseziel – die USA. Diese Freude könnte am Reiseproviant gelegen haben: Hamburger, Pommes und Muffins. Ein bisschen Rohkost war auch dabei.

Angebote on- und offline

Es sei spannend gewesen, »das Konzept zu entwickeln und dabei auch neue Sachen auszuprobieren«, sagt Dekanatsjugendreferentin Geck. Sie könne sich vorstellen, weitere virtuelle Freizeiten anzubieten. Mit der Jugendvertretung des Dekanats habe sie ohnehin beschlossen, alle Angebote off- und online zu planen, falls Gruppenveranstaltungen weiter oder – bei einer zweiten Corona-Welle – erneut unter den Bannstrahl fallen. Auch für die Juleica-Ausbildung im Herbst denkt sie über ein Onlineformat nach, falls die Fahrt nach Berlin nicht klappt.

Von Angela Stender

Instagram-Kanal der Evangelischen Jugend im Dekanat Kirchberg: www.instagram.com/evjudeki.

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