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Gesellschaft

Kirche soll lauter werden

eöa/Peter BongardNadine Bongard und Wilfried Kehr werden künftig zusammen die Fachstelle für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Westerwald übernehmen.

Westerburg . Nadine Bongard brennen zwei Themen unter den Nägeln: der Klimawandel und der Rechtspopulismus. Über beide Themen und noch viele mehr will sie aufklären. Dazu hat sie künftig als Fachstelleninhaberin für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Westerwald die Chance.

Der Fachbereich Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Westerwald erhält ein neues Gesicht. Nadine Bongard aus Marienrachdorf hat mit einer halben Stelle dort die Arbeit aufgenommen. Sie arbeitet künftig mit dem Leiter des regionalen Diakonischen Werks, Wilfried Kehr, zusammen. Nachhaltige und gerechte Wirtschafts- und Finanzpolitik, Arbeits- und Sozialthemen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Mindestlohn, Infrastrukturprobleme im ländlichen Raum, Umweltthemen und Digitalisierung sowie Jugendpolitische Bildung sind die weitgefächerten Themen, mit denen sich die beiden Stelleninhaber im Dekanat in Westerburg und das zugehörige Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Mainz beschäftigen. Nadine Bongard hat ein pädagogisches Studium zur Grund- und Hauptschullehrerin (Religionslehre, Englisch, Geschichte und Politikwissenschaft) abgeschlossen und war in den vergangenen sieben Jahren an der Grundschule in Kroppach tätig. Ehrenamtlich erteilte sie in den Jahren 2015/16 Sprachunterricht für Flüchtlinge in Selters, war lange in der christlichen Jugendarbeit aktiv, arbeitet in einem Ortsgemeindeausschuss mit und verantwortet als Jugendleiterin den Musikverein Marienrachdorf.

Themen brennen unter den Nägeln

Für die neue Stelle bringt Nadine Bongard viel Begeisterungsfähigkeit und Engagement mit: »Ich finde an der Stelle toll, dass so viele interessante Themenfelder abgedeckt werden, die den Leuten aktuell unter den Nägeln brennen, und in die ich jetzt hineinarbeiten kann.« Ein Herzensthema für die 41-Jährige: Der Klimaschutz. »Ich bin in der Klimabewegung auch schon selbst engagiert. Die kirchliche Bewegung Churches for Future möchte ich bekannter und die Unterstützung dafür deutlicher machen.« Die Schöpfungsbewahrung sei ein Riesenthema, sagt Bongard. »Ich finde die Kirchen in der öffentlichen Diskussion zu leise bisher.«

Auch ökologische Förderprogramme wie den Grünen Hahn oder unbekanntere Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung bei Umweltschutzthemen möchte sie bekannter machen.

Gegen Rechtspopulismus

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Stelleninhaberin: »Ich möchte mehr Demokratieförderung gegen rechte Tendenzen. Wir müssen dem auch in den eigenen Reihen begegnen. Leider werden auch im Westerwald rechte Meinungen vertreten.«

Als Ansatz könnte sich Nadine Bongard die Entwicklung eines Lernmoduls für Konfirmanden und Konfirmandinnen vorstellen, das sie in den Konfigruppen nach Wunsch des Gemeindepfarrers einsetzt. Eine Positionierung zu gesellschaftspolitischen Themen aus theologischer Verantwortung wird Nadine Bongard auch in verschiedenen Gremien einnehmen, zum Beispiel bei »Leader«, einem Programm der Europäischen Union, mit dem modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden, oder auch im Beirat des Jobcenters Westerwald.esz/Von Sabine Hammann-Gonschorek

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