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Museum Lorsch

Das Unmögliche bleibt unmöglich

esz/Ludwig MärzDie weltberühmte bunte Sandsteinfassade der Königshalle des Lorscher Klosters ist ein einzigartiges Zeugnis karolingischer Baukunst. Wie der Rest der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Anlage aussah, bleibt wohl für immer im Dunkel der Geschichte.

LORSCH. Wie haben die Menschen im Kloster Lorsch, das im Dreißigjährigen Krieg weitestgehend zerstört wurde, eigentlich gelebt, wie sah es aus? Die ernüchternde Antwort der Wissenschaft: Wir wissen es nicht.

Das Museumszentrum Lorsch zeigt in einer Ausstellung die Anfänge der Erforschung des Klosters bis in die Gegenwart. Die Macher der Schau wollen andere Wege aufzeigen, sich dem damaligen Antlitz des Klosters zu nähern.

»Wir versuchen nicht die perfekte Rekonstruktion, sondern wollen nur erahnen lassen, wie das Kloster ausgesehen haben könnte«, sagt Kirsten Worms, Direktorin der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. Das Kloster Lorsch wurde im Dreißigjährigen Krieg fast vollkommen zerstört. »Die Suche nach verlässlichen Hinweisen zum einstigen Aussehen des Klosters gestaltet sich trotz der zahlreich vorliegenden Rekonstruktionen äußerst schwierig«, erklärt Kuratorin Anne-Karin Kirsch.

Das 2014 neu gestaltete Areal verzichte darauf, historisch nicht eindeutig Belegtes sichtbar zu machen, erläutert Hermann Schefers, Leiter der Welterbestätte. Ein detailliertes Bild des verlorenen Klosters verfälsche mehr, als es erkläre. Statt baulichen Rekonstruktionen solle der Ort den Besuchern die Klostergeschichte und das Klosterleben lebendig vermitteln.esz

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