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Tagespflege

Ein zweites Zuhause

esz/Johanniter-Unfall-HilfeEin ehemaliges Modehaus ist nun eine Tagespflege für Senioren. Darin gibt es für die Besucher jede Menge Möglichkeiten, um das Zusammensein angenehm zu gestalten.

BUSECK. Rund eine Million Euro haben die Johanniter in ein Ensemble investiert, das neben Wohnungen eine Tagespflegestätte enthält. Das Angebot schließt eine Versorgungslücke.

Eine gehörige Portion Fantasie, baufachmännisches Denken und unternehmerischer Mut gehörten dazu, aus den ehemals dunklen Räumen des Modehauses eine behagliche Tagespflegeeinrichtung in einer offenen Bauweise zu schaffen. Hier erinnert nichts an Stationsräume. Die Trennwand lässt sogar größere Veranstaltungen wie ein Tanz-Café zu. Auf dem Weg dahin waren einige Klippen baulicher und rechtlicher Art zu umschiffen »So manchen Handwerker habe ich mit meinen hohen Ansprüchen zur Verzweiflung gebracht«, sagte Marco Schulte-Lünzum, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, bei der Einweihung der neuen Tagespflege in Großen-Buseck.

Gelegenheit zum Rückzug und zur Mittagsruhe

Für die Tagespflegegäste hat Architekt Holger Datz im Eingangsbereich eine großzügige Garderobe mit abschließbaren Fächern, geplant, dazu einen großen Tagesraum mit offener Küche, Sitzecke und einen Elektrokamin. Der Ruheraum, ausgestattet mit Sesseln, gibt die Möglichkeit, sich zurückzuziehen oder eine Mittagsruhe einzuhalten. Auch für Gäste, die nicht den ganzen Tag sitzen können und deren Mobilität eingeschränkt ist, gibt es Rückzugsmöglichkeiten mit Ruhebetten. Ein Therapieraum, der auch für externe Therapeuten genutzt werden kann, ein behindertengerechtes Bad und Toiletten stehen ebenso zur Verfügung wie ein Hygiene-Arbeitsplatz sowie ein Dienstzimmer. Für gestalterische Arbeiten steht ein Kreativraum zur Verfügung und im angrenzenden Garten sind zudem Hochbeete sowie Aktivitäten im Grünen an der frischen Luft geplant.

Insgesamt haben die Johanniter rund eine Million Euro investiert – allerdings nicht alles davon in die Tagespflege. In dem Gebäude gibt es auch drei Wohnungen, die an Flüchtlinge vermietet werden.

Keine Konkurrenz zum Johanniterstift

Die neue Tagespflege stellt sich in die Balance zwischen Ungezwungenheit und Spaß sowie ernsten Förderangeboten wie Bewegungs- und Gedächtnistraining. Pfarrer Jürgen Kuhn von der Kirchengemeinde Großen-Buseck fand dazu die Worte: »Liebe und Verantwortung, Spontanität und Planung«. Vor der symbolischen Schlüsselübergabe durch Schulte-Lünzum an die Leiterin Christina Herwig stand die Andacht mit dem Besinnen auf die Grundwerte der Johanniter. »Die neue Einrichtung ist ein Segen. Die Tagesgäste können hier für einige Stunden ein Zuhause finden«, sagte Regionalverbandspfarrer Matthias Leschhorn.

Die häufig gestellte Frage, ob die Tagespflege in Konkurrenz zum Johanniterstift stehe, habe er stets klar mit Nein beantworten können, erklärte Michael Sommerlad, der Einrichtungsleiter des Stifts. Er sei froh, dass nun die letzte große Versorgungslücke geschlossen sei. »Wir als Förderverein Kranken- und Pflegehilfe Buseck werden auch weiterhin unsere Hilfe anbieten«, versprach der Vorsitzende Gerhard Hackel. Der Förderverein, die beiden großen Geldinstitute und weitere Spender haben die Einrichtung finanziell unterstützt.

Von Siglinde Wagner

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