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Reisegruppe aus Bad Vilbel erkundet Canterbury

Evensongs auf der Insel

esz/Lutz RosenkranzDas Gotteshaus von Canterbury imponiert durch seine Vielzahl von Querschiffen und Kapellen – auch die Besucher aus Bad Vilbel bestaunen das Bauwerk.

BAD VILBEL. In Canterbury steht die Hauptkirche der anglikanischen Christenheit. Dort wurde für die Bad Vilbeler Besucher nicht nur Geschichte lebendig, sondern auch die englischen Gottesdienste.

Ein Evensong ist schon eine besonders schöne Sache. Die anglikanische Kirche ist bekannt für diese musikalischen Abendgottesdienste. Die mussten die Teilnehmer einer Reisegruppe der Bad Vilbeler Christuskirchengemeinde natürlich unbedingt miterleben, als sie sich auf den Weg ins südostenglische Canterbury machten. Die dortige Kathedrale nämlich ist der Sitz des höchsten Geistlichen der Anglikanischen Kirche.

Eindrucksvolle Atmosphäre

In der Kathedrale erlebte die Reisegruppe die eindrucksvolle Atmosphäre der Evensongs. Für Wolfgang Neumann waren sie »mit der wunderbaren Chormusik und der raumgreifenden Liturgie« die Höhepunkte. Die mittelalterlich klingenden Psalmgesänge der Chorjungen beziehungsweise des Mädchenchores als Sopran zusammen mit den männlichen Berufssängern in den Stimmlagen Bass, Tenor und Altus waren für die Bad Vilbeler gleichermaßen ungewöhnlich und faszinierend.

Das Gotteshaus imponiert allein durch seine Größe mit Langhaus und einem immer höher aufsteigenden Chor zum Osten hin, ergänzt durch eine Vielzahl von Querschiffen und Kapellen und insbesondere dem geschichtsträchtigen Ort der Ermordung des Erzbischofs Thomas Becket. Der Geistliche stand immer wieder in scharfem Widerspruch zu König Heinrich II. Vier Ritter des Königs brachten ihn 1170 um – wahrscheinlich jedoch aus eigenem Ratschluss ohne Wissen des Monarchen.

Moderne Kunst am Grab

Drei Jahre nach seinem Tod sprach Papst Alexander III. Becket heilig. Lange wurden so die Gebeine des heilig gesprochenen Märtyrers in der Kathedrale angebetet, bis König Heinrich VIII im Zuge der englischen Reformation allen Heiligenkult abschaffte. Seitdem sind die sterblichen Reste verschollen und in der Krypta erinnert ein modernes Kunstwerk an die frühere Stelle der Grablegung: »Der Thomas Becket aus alten Nägeln, so leicht gestaltet und sensibel im Raum schwebend, ein tolles Kunstwerk gerade durch die traumatischen Geschichten, die wir gehört haben«, erinnert sich Helga Schäfer-Geywitz.

Von Lutz Rosenkranz

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