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»Kulturwerkstatt inklusiv« der Diakonie

Farbige Gefühle

Corinna WillführMit viel Elan dabei in der »KulturWerkstatt inklusiv« ist auch die elfjährige Mina.

BUTZBACH. Ein neues Angebot des Diakonischen Werks Wetterau ist eine Ergänzung zu deren Beratungs- und Betreuungsleistungen. Für die Besucher ist es manchmal überraschend, wenn die Farben nicht das tun, was sie mit ihnen vorhaben.

Mina lässt die Farben Karmesinrot und Ultramarin von einem schmalen Pinsel auf ein durchfeuchtetes Papier tropfen. Sandra streicht zunächst mit dickem Strich Zinnoberrot in Bögen in eine jede Ecke der Unterlage. Gaby wird auch noch zu Preußischblau greifen. Mina ist elf Jahre, Sandra 44, Gaby 69. Drei Generationen, vereint um einen großen Tisch in den hellen Räumen der Ludwigstraße 7 in Butzbach.

In der offenen Malgruppe der »KulturWerkstatt inklusiv« arbeiten sie an diesem Nachmittag mit Kreiden und in Nass-in-Nass-Technik. Ihr Alter, ihre Herkunft, ob sie psychische Probleme oder eine körperliche Beeinträchtigung haben, spielt keine Rolle. Die »KulturWerkstatt inklusiv« ist ein neues Projekt des Diakonischen Werks Wetterau (DWW). Eckhard Sandrock, Leiter des DWW, sagte bei der Eröffnungsfeier: »Die KulturWerkstatt inklusiv ist eine passende und sinnvolle Ergänzung zu unseren Beratungs- und Betreuungsangeboten in Butzbach.«

Gemeinsame Reise ins Unbekannte

Für zwei Stunden, jeweils mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr, lädt Sabine Paul die Teilnehmer und Teilnehmerinnen »zu einer gemeinsamen Reise ins Unbekannte ein«, zu neuen Erfahrungen mit sich und anderen durch den kreativen Prozess. »Es ist auch für mich immer wieder erstaunlich, wie eine Aufgabe, zum Beispiel heute am Anfang des Treffens das intuitive Zeichnen und Malen eines Baums, individuell umgesetzt wird«, sagt die Kunsttherapeutin.

Dabei weiß die 65-Jährige Pädagogin sehr wohl um die Hürden, die zu überwinden sind, wenn es darum geht, sich im und beim Zeichnen oder Malen auszudrücken. Da ist das unbekannte Material. Da ist das Ehrgeiz, die Aufgabe möglichst gut zu meistern.

Weitere Angebote für Kreative

Während die Kreide allein der Bewegung der Hände folgt, macht die Aquarellfarbe für die Nass-in-Nass-Technik, »nicht immer, was man vorhat oder denkt«, sagt Sabine Paul. Waren es beim vergangenen Termin die Farbklänge von Blau und Gelb, die es zu erspüren galt, sind es jetzt Rot und Blau. »Anfangs habe ich mich nicht getraut, hatte Angst, die falsche Farbe zu wählen«, erzählt Dagmar.

Neben der offenen Malgruppe stellt das Diakonische Werk Wetterau die Räume in der Ludwigstraße auch Menschen für ihre kreative Arbeit zur Verfügung »die vielleicht zu Hause nicht die entsprechenden Räumlichkeiten haben oder besser allein arbeiten wollen«, wie Sabine Paul sagt. Jeden Donnerstag von 10 bis 12.30 Uhr finden sie dort Raum und Zeit zum individuellen Gestalten, Ausprobieren, Ideen verwirklichen. Darüber hinaus ist geplant, eine Gruppe für freies Schreiben ins Leben zu rufen. Zum Angebot der »KulturWerkstatt inklusiv« gehört außerdem das Kulturcafé im Haus der Diakonie in der Saarstraße 55 in Friedberg. Es ist dienstags ab 15 Uhr geöffnet.

Von Corinna Willführ

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