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Stabilität für Kirchengemeinden

Gemeinsam bessere Angebote machen

eöa/Traudi SchlittZwei gestandene Pfarrer, die sich im Vogelsberg wohlfühlen: Jürgen Pithan (rechts) und Peter Weigle.

SCHWALMTAL. Mehr als zehn Pfarrerinnen und Pfarrer haben sich im vergangenen Jahrzehnt in den Gemeinden Brauerschwend und Hopfgarten abgewechselt. Jürgen Pithan und Peter Weigle wollen langfristig bleiben – und haben dafür einige Ideen.

Genau genommen gibt es das Kirchspiel Schwalmtal gar nicht, denn die Einsatzgebiete von Peter Weigle und Jürgen Pithan sind die Kirchengemeinde Brauerschwend mit den Orten Brauerschwend, Rainrod und Renzendorf und die Kirchengemeinde Hopfgarten mit den Orten Hopfgarten, Ober-Sorg, Unter-Sorg, Hergersdorf und Vadenrod. Doch die beiden Theologen teilen sich hier eine Pfarrstelle und sind gemeinsam für alle acht Dörfer zuständig – bislang in Vakanzvertretung, ab dem 5. August offiziell mit einem gemeinsamen Verwaltungsauftrag.

Stelle seit Jahren unbesetzt

Mit dieser Besetzung kündigt sich nach vielen wechselhaften Jahren eine Stabilität in den Gemeinden an, die »die Menschen hier auch wirklich mal verdient haben«, wie Pithan betont. Mit verschiedenen Beauftragungen, Vakanzvertretungen, Gottesdienst- und Kasualvertretungen brachten es die Schwalmtaler in den vergangenen zehn Jahren nach eigenem Bekunden auf mehr als zehn Pfarrerinnen und Pfarrer, mit denen sie zu tun hatten. Seit 2014 ist die Stelle unbesetzt.

»Menschen als bezaubernd kennengelernt«

Mit Pithan und Weigle kommen zwei gestandene Pfarrer in das Schwalmtal, noch dazu zwei, die sich entschieden haben, sich dauerhaft hier niederzulassen. »Ich habe den Vogelsberg für mich entdeckt und die Menschen hier als sehr offen, ja als richtig bezaubernd kennengelernt«, sagt Weigle. Aufgewachsen in Wiesbaden, verbrachte er einige Zeit in der Lüneburger Heide, bevor es zurück nach Hessen ging. Eine ganze Zeit lang war er nicht im Pfarrdienst tätig, bis er zu Vertretungszwecken ins Dekanat Alsfeld kam. Seinen Dienst tut er seitdem zur Hälfte im Schwalmtal und zur Hälfte in Lehrbach und Erbenhausen.

Stelle passt zur Lebenssituation des Pfarrers

Pithan war lange Jahre Gemeindepfarrer im Nachbardekanat Vogelsberg, dort in Altenschlirf. Aus privaten Gründen suchte er vor gut zwei Jahren ein neues Betätigungsfeld, im Vogelsberg bleiben wollte er aber auf jeden Fall. Auch eine halbe Stelle kam ihm sehr entgegen, da er alle zwei Wochen seine Kinder bei sich hat, die ansonsten bei ihrer Mutter im Hohen Vogelsberg leben. Die Vakanzvertretung in Brauerschwend bot sich also an, seitdem ist Pithan für die Verwaltung und die Arbeit mit den Kirchenvorständen und den Konfirmanden zuständig. Alle zwei Wochen hält er Gottesdienst.

Pfarrer wechseln sich bei Gottesdiensten ab

2017 kam Weigle mit in die Gemeinden. Er übernimmt Hochzeiten und Trauerfeiern, Hausbesuche zu Geburtstagen, Krankenbesuche, Hausgottesdienste. Im Wechsel mit seinem Kollegen hält er ebenfalls alle 14 Tage Gottesdienst. »Diese Einteilung hat sich zum einen ganz pragmatisch ergeben«, so Pithan, »andererseits passt sie gerade auch sehr gut zu unseren Neigungen und unseren zeitlichen Ressourcen.«

Gruppenpfarramt funktioniert

Bewegung in die Gemeinden zu bringen ist eine Aufgabe, die sich die Pfarrer für die Zukunft gestellt haben. Nicht zuletzt mit Blick auf das bereits bestehende Gruppenpfarramt, in dem die Pfarrerinnen und Pfarrer schon heute gemeinde- und dekanatsübergreifend kooperieren.

Idee von Vielfalt

In der Konfirmandenarbeit gelingt das schon sehr gut – und zum Wohl aller Beteiligten, denn diese Kooperation trägt nicht nur dem demografischen Wandel Rechnung, sondern auch der Idee von Vielfalt: »Gemeinsam können wir einfach viel bessere Angebote machen und haben auch mehr Spaß, als wenn man immer nur in kleinen Gruppen für sich bleibt«, erläutert Weigle. Ideen für die Zukunft in Schwalmtal gibt es viele: Tauferinnerungsgottesdienste, Familiengottesdienste, Kulturveranstaltungen, langfristige Angebote für Jugendliche. Traudi Schlitt/esz

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