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Ausstellung zum Jubiläum der Wiesbadener Kreuzkirche

Gott lässt niemanden vertrocknen

Nicole Weisheit-ZenzDas Triptychon ist passend zum Namen der Kreuzkirche.

WIESBADEN. Als die Kreuzkirche vor 60 Jahren entstand, galt sie als gewagtes Bauwerk mit Anklängen an die Romanik. Die Ausstellung umrahmt das Gotteshaus mit einem Schuss Humor.

Nicole Weisheit-ZenzDer Künstler Andreas Koridass.

Wassertropfen in Nahaufnahmen, ein plätschernder Springbrunnen oder weite Landschaften: Aus verschiedenen Perspektiven hat sich der Künstler Andreas Koridass dem Element mit der Kamera genähert und festgestellt: »Wasser ist Leben«. Motive zu diesem Thema bietet seine Fotoschau, die er mit in die Kreuzkirche gebracht hat. Mit dem Gotteshaus, das derzeit sein 60-jähriges Bestehen feiert, verbinden ihn auch persönliche Erinnerungen, wie seine Konfirmation 1980.

Holz ist eigentlich das Material, das der Künstler für seine Arbeit bevorzugt. Den Blick hat er dabei geschärft für die Natur, für Zufälliges und Strukturen, die sich in Form von Skulpturen herausarbeiten lassen. Passend zum Namen der Kirche hat er ein außergewöhnliches Altarkreuz aufgestellt. Auch wenn er mit der Kamera unterwegs ist, betrachtet er die Natur mit wachen Augen, durch Tele- oder Makro-Objektiv.

Wasser steht am Anfang des Wegs mit Gott

Viele Zusammenhänge finden sich in seinen Bildern, die dynamisch wirken und zum genauen Hinschauen einladen. »Die Ausstellung regt an, sich zu diesem Element und auch seiner symbolischen Bedeutung Gedanken zu machen und sich inspirieren zu lassen«, wirbt Pfarrer Ralf Schmidt. Für ihn passt dieses Thema gut zum Geburtstag der Kirche, »steht es doch am Anfang unseres Weges mit Gott bei der Taufe«. Selbst wenn Quellen zeitweise verschüttet würden, lasse Gott keinen auf dem Trockenen sitzen, sagt er.

Erfrischend sprudelt Wasser hervor: Bei den Motiven im Altarraum fallen die Blicke der Besucher auf große bedruckte Fahnen. Seitlich zeigt ein Triptychon einen Priel im Moor, aus dem Wasser aufsteigt, das im Sonnenlicht honiggelb leuchtet. Die Abwesenheit von Wasser thematisiert Koridass ebenfalls – mit Sinn für Humor, etwa beim Bild »Fließrichtung«, in dem Rohre plötzlich enden und jemand einen Pfeil daneben gesprüht hat. Oder auch bedrückend, beim Gedanken an heißen Wüstensand, Trockenheit und Dürre.

Der Zeitgeschmack setzte auf Beton und Industrieglas

Am 1. Juni 1958 war das Gebäude der Kreuzkirche eingeweiht worden. Ein geeignetes Baugrundstück für die bestehende Gemeinde zu finden, hatte sich als schwierig erwiesen. Doch nach der Grundsteinlegung am 25. April 1957 an der Walkmühltalanlage war das als Wahrzeichen für den Nordosten der Landeshauptstadt gedachte Gotteshaus zügig errichtet worden. Konzipiert ist es als dreischiffige Hallenkirche mit Anklängen an die Romanik. Das Gotteshaus galt als ein für Wiesbaden architektonisch gewagtes Bauwerk – denn vorwiegend besteht es aus Beton und Industrieglas, dem einstigen Zeitgeschmack entsprechend.

Von Nicole Weisheit-Zenz

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 8. Juli, dienstags bis freitags 10–13 Uhr, mittwochs zusätzlich 15–18 Uhr, sonntags vor und nach dem Gottesdienst und nach telefonischer Vereinbarung. Am 10. Juni um 11 Uhr beginnt der Festgottesdienst, bei dem Dekan Martin Mencke predigt.

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