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Evangelisches Programm auf dem Hessentag in Korbach lockt viele Gäste an

Hören, staunen und genießen

Dieter SchnebergerDie »Klangkirche« in Korbach ist für die Dauer des Hessentags in ein geheimnisvolles Licht getaucht.

Hessentag in Korbach, Tag 3. Viele Besucher zieht es aus der brütenden Hitze des Maisommers in die Frühlingskühle der evangelischen Kilianskirche. Dort werden sie von Musik, Wellenschlag und Vogelgezwitscher empfangen.

Pünktlich um 11 Uhr startet in der "Klangkirche" auf dem Hessentag ein Hörspiel im Surround-Sound zur Schöpfungsgeschichte. Um 11.30 Uhr zeigt der Kasseler Organist Louis Lindenborn sein ganzes Können an der mächtigen Kuhn-Orgel, und eine halbe Stunde später predigt Pfarrerin Christel Wagner zur Spannung zwischen den Tönen in der Kirche und denen außerhalb.

"Wer Ohren hat zu hören, der höre"

Das Programm der beiden evangelischen Landeskirchen auf dem Korbacher Kirchentag steht unter dem Motto "Wer Ohren hat zu hören, der höre" (Matthäus 11,25). Es ist in Zusammenarbeit mit dem Sounddesigner und Komponisten Parviz Mir-Ali entstanden und wird hervorragend angenommen. "Im Schnitt haben wir täglich rund 2.500 Personen bei den Veranstaltungen in und um die in ‚Klangkirche‘ umbenannte Kilianskirche", rechnet der Hessentagsbeauftragte der kurhessischen Kirche, Dieter Dersch, vor. "Ingesamt wären das am Ende des zehntägigen Landesfestes 25.000 Besucher."

Klangparcours und Sitzkissen-Ecken

Positiv bewertet werde vor allem die Kürze der Hörspiele, die acht bis zehn Minuten lang seien, die Strukturierung des Tages mit den "Zwischentönen" am Mittag und den "Nach(t)klängen". Darüber hinaus würden  noch mehrere Konzerte und Angebote für Kinder und Jugendliche wie ein Klangparcours und zwei Sitzkissen-Ecken. "Wir legen darauf Wert, alle Generationen zu erreichen und auch diejenigen, die der Kirche fernstehen, sagt Dersch. Wichtig sei auch, dass alle Veranstaltungen kostenlos seien.

Verzicht auf optischen Firlefanz

"Wir akzentuieren lediglich, was an Schätzen in der Kirche da ist, etwa die Anbetungsgruppe (um 1426) oder der Flügelaltar aus dem Jahr 1527", ergänzt Fabian Vogt, Hessentagsbeauftragter der hessen-nassauischen Kirche. Auf optischen Firlefanz werde bewusst verzichtet.

Beeindruckendes Rundum-Erlebnis

Diese vornehme Zurückhaltung scheint bei den Besuchern sehr gut anzukommen, denn im Gästebuch sind fast nur positive Kommentare zu lesen. "Ein beeindruckendes Rundum-Erlebnis" seien die Konzerte und die halbstündlich aufgeführten Hörspiele zur Schöpfung, zu den Abenteuern des Propheten Elia und zum Gleichnis vom verlorenen Sohn , heißt es dort. Oder. "Super gut, tolle Atmosphäre, geniale Idee." Einträge wie "Die Qualität ist flacher als ne Flunder" sind nur wenige zu finden.

Auch die meisten Gäste am dritten Hessentagsmorgen sind angetan von der „Klangkirche“.  "Toll, sehr schön" lauten die Kommentare. Nur Bernd-Joachim und Inge Schneider aus Birstein sind ein wenig verschnupft. Sie seien zu spät zu den  "Zwischentönen" von Pfarrerin Wagner erschienen und zunächst von einem der etwa 100 freiwilligen Helder abgewiesen worden. "Dabei wollte ich meiner Frau unbedingt die sanierte Kirche und die neue Kuhn-Orgel zeigen", sagt Hans-Joachim Schneider. Am Ende sind beide allerdings froh, doch noch in Paul Gerhards „Ich singe dir mit Herz und Mund“ eingestimmt zu haben. Von Dieter Schneberger/epd

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