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Pastorale Handreichung

Irritationen ums Abendmahl

epd/Annette ZöpfNur in Notfällen dürfen katholische Priester Protestanten an der Eucharistie teilnehmen lassen.

Auch künftig werden Ortsbischöfe entscheiden, ob bei konfessionsverschiedenen Paaren der evangelische Partner das Abendmahl bekommt.

Ende Februar hatte die katholische Deutsche Bischofskonferenz mit mehr als einer Dreiviertelmehrheit beschlossen, eine pastorale Handreichung für das Abendmahl von Ehepaaren unterschiedlicher Konfession auf den Weg zu bringen. Sieben Bischöfe wandten sich daraufhin an den Vatikan. Sie bezweifeln, ob eine nationale Bischofskonferenz über die Frage der Kommunion konfessionsverschiedener Ehepartner entscheiden darf.

Papst Franziskus forderte die deutschen Bischöfe daraufhin auf, »im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung zu finden«. Nun aber hat der Papst das Papier zurückgewiesen und als noch nicht reif für eine Veröffentlichung bezeichnet. Eine Entwicklung, die Theologen und Kirchenvertreter sehr unterschiedlich bewerten.

Von einem Gesichtsverlust für Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Bischofskonferenz, spricht der evangelische Theologe Ulrich H. Körtner und nennt den Vorgang »peinlich« für die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland. Deren Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm allerdings sieht eine Chance, die Abendmahlsfrage auf der Ebene der Weltkirche zu klären.

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