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Fasten

Jugendliche reißen Mauern ein

eöa / Peter BongardSieben Wochen lang wollen die Jugendlichen der Jugendkirche Way to J Mauern abtragen – vor allen diejenigen in den Köpfen. 

Westerwald . Die Passionszeit hat begonnen. Viele Menschen fasten, verzichten auf Alkohol oder Süßigkeiten. Jugendliche aus dem Westerwald nicht. Sie haben sich für die sieben Wochen bis Ostern etwas anderes vorgenommen.

Fast 29 Jahre ist es her, dass die Berliner Mauer gefallen ist. Gleichzeitig droht auf der anderen Seite des Ozeans eine neue Mauer, diesmal zwischen den USA und Mexiko. Mauern entzweien – nicht nur geopolitisch, sondern auch menschlich. Aber sie können auch inspirieren, was die »East Side Gallery« eindrucksvoll bewiesen hat. Die Jugendlichen der Evangelischen Jugendkirche »Way to J« widmen ihre diesjährige Fastenaktion diesen vielschichtigen Bauwerken und stellen die Zeit bis Ostern unter das Motto »Sieben Wochen ohne Mauern«.

Mauern stehen auch für Schutz

Mauern haben in gewisser Weise Tiefgang. Denn sie stehen nicht nur für Abgrenzung, sondern auch für Schutz, Geborgenheit, Sicherheit. Die Jugendlichen im Team von Dekanatsjugendpfarrer Werner Schleifenbaum wissen das und betrachten sie während ihrer wöchentlichen Treffen in Selters aus verschiedenen Perspektiven. Doch vor allen Dingen wollen sie Mauern abtragen: die unsichtbaren, die Menschen daran hindern, aufeinander zuzugehen. Zum Beispiel diejenigen zwischen den Generationen oder zwischen Einheimischen und Fremden: »Für mich bedeutet eine Mauer Distanz. Wir versuchen, diese Distanz zwischen Menschen in den kommenden sieben Wochen zu überwinden«, sagt Paul-Jona Schneider, einer der Jugendlichen, die das Projekt mittragen. Letitia Olivier ergänzt: »Manchmal hat man unterschiedliche Meinungen und steht auf unterschiedlichen Seiten – was auch in Ordnung ist. Nur: Zwischen diesen beiden Seiten darf keine Mauer stehen.«

Nicht nur die negativen Seiten im Blick

Allerdings wollen die Jugendlichen bis Ostern nicht nur auf die andere Seite blicken, sondern auch in sich selbst. »Manchmal verbarrikadieren wir unser Inneres: Wir verdrängen Dinge und mauern sie ein. Ich habe mir vorgenommen, mich mit diesen Sachen zu beschäftigen«, sagt Vanessa Schöner. Auch, was den eigenen Glauben betrifft. Denn in der Bibel taucht das Bild der Mauer häufig auf, und für die Christen ist Ostern selbst ein Mauerfall: »Durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus gibt es keine Mauer mehr zwischen Gott und uns«, sagt Letitia Olivier mit Blick auf den Karfreitagsgottesdienst der Jugendkirche am 30. März.Von Peter Bongard

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