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Wiesbadener Johanneskirche hat einen neuen Seelsorger

Öfter mal Besuch vom Pfarrer

esz/Johannesgemeinde WiesbadenStephan Da Re und Joachim Wichmann sprechen über Heimat, Entfremdung und Angst.

WIESBADEN. Stephan Da Re war Schulseelsorger und Bildungsreferent der Landeskirche. Jetzt geht er zurück ins Gemeindepfarramt – aus mehreren Gründen.

Ein bisschen ist es wie eine Heimkehr. Stephan Da Re stammt gebürtig aus Wiesbaden. Nachdem er als Schulpfarrer und Bildungsreferent der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gearbeitet hat, ist der 40-Jährige nun in den Gemeindedienst zurückgekehrt, und zwar an die Johanneskirche im Wiesbadener Stadtteil Weidenborn.

Da Re ist im Wiesbadener Schelmengraben aufgewachsen und hat in Mainz studiert. Sein Vikariat absolvierte er in Bad Schwalbach, anschließend war er drei Jahre lang Gemeindepfarrer in Rheinhessen, ehe die Stationen als Schulpfarrer an der Wiesbadener Diltheyschule und EKHN-Bildungsreferent folgten.

Mehrere Gründe für Rückkehr ins Gemeindepfarramt

Es hat mehrere Gründe, dass es Da Re wieder zurück ins Gemeindepfarramt gezogen hat. So hatte er lange Kontakt zu Ingrid Seiler, der Gemeindepädagogin der Johanneskirche. Da seine beiden Kinder bereits im Weidenborn in die Kita gehen und die Familie Freunde im Stadtteil hat, sind für ihn Kirchengemeinde und Stadtteil keine unbeschriebenen Blätter mehr. Darüber hinaus reizt ihn der moderne Bau der Johanneskirche. »Das Ensemble aus Kirche, Gemeindehaus und Kita passt gut zu den Anforderungen an eine moderne Gemeinde, die nicht die Augen davor verschließt, dass Kirche im Jahr 2018 an vielen Stellen eine untergeordnete Rolle spielt«, sagt er.

Für seine Arbeit bringt der Theologe einige Ideen mit. Er zum Beispiel will häufiger seine Gemeindeglieder besuchen, etwa zum 18., 40. und 50. Geburtstag, darüber hinaus plant er mehr Familien- und Kindergottesdienste und spirituelle Formate wie eine »Mittagspause für die Seele« oder »Auf einen Kaffee mit Gott«.

Dialogpredigt mit katholischem Kollegen und Freund

Bei seiner Einführung hielt er eine Dialogpredigt mit seinem katholischen Pfarrkollegen und langjährigen Freund Joachim Wichmann aus Bad Camberg. Heimat, Entfremdung und Angst waren ihre Themen. Für die beiden war dabei klar, dass Kirche in ökumenischer Verbundenheit eine Heimat bieten kann – aber nicht nur das: »Gottes Gnade ist auch eine Zusage, ein Versprechen«, sagte Da Re, »das tröstet mich, das stärkt mich.« Und sein katholischer Kollege ergänzte: »Unsere Kernaufgabe ist es, die Botschaft Jesu von Tod und Auferstehung in den Lebensmittelpunkt zu rücken – und diese Botschaft ist zeitlos, zu allen Zeiten aktuell.«

Von Andrea Wagenknecht

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