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BRAIN AG öffnet Türen

Unter dem Pflaster liegt Gold

eöa/Berndt BiewendtThomas Deichmann von der BRAIN AG (links) erläutert den Besucherinnen und Besuchern das Labor.

ZWINGENBERG. Der Besuch bei der BRAIN AG war einer von insgesamt zehn Betriebsbesuchen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Firma gehört in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen, sogenannten Weißen Biotechnologie. Das gemeinsame Motto lautet: »Wir machen Türen auf«.

Die Nachfrage war enorm. Maximal 20 Teilnehmer sollten bei der gemeinsam vom Dekanat Bergstraße und dem Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) organisierten Betriebsbesichtigung bei der BRAIN AG in Zwingenberg teilnehmen. Weil es über 80 Anmeldungen gab, wurde die Teilnehmerzahl auf 40 verdoppelt. Eine Resonanz, die auch das Biotech-Unternehmen überraschte.

Firma sieht die Natur als Werkzeugkasten

BRAIN steht für Biotechnology Research and Information Network AG. Das Unternehmen betrachtet die Natur als Werkzeugkasten und hat sich der Bioökonomie verschrieben. »Das ist mit einer Wachstumsrate von jährlich etwa elf Prozent ein Mega-Trend wie die Digitalisierung. Nur wird über Bioökonomie nicht so viel geredet«, meint der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der BRAIN AG, Thomas Deichmann.

Bis zu drei Tonnen Gold wandern in Straßenbeläge

Das Unternehmen sieht in Müllbergen und Abfallströmen kostbare Wertstoffquellen. Deichmann nennt ein Beispiel: Straßen seien eine Goldgrube. Rostaschen aus der Müllverbrennung würden im Straßenbau dem Asphalt beigemischt. Diese enthielten Goldpartikel. So wanderten in Deutschland jedes Jahr bis zu drei Tonnen Gold in Straßenbeläge. Ähnliches gelte für die Abfälle in der Stahl- und Metallindustrie oder für den Elektronikschrott.

Bio-Archiv wächst und ist Herzstück der Firma

Mit gentechnisch aufgepäppelten Bakterien aus den BRAIN-Labors sucht das Unternehmen in Müllbergen nach wertvollen Metallen. Im BRAIN Bio-Archiv warten 30 000 kartierte Mikroorganismen, Enzyme und Stoffwechselwege auf innovative Anwendungen. Sie werden in großen Kühlschränken bei minus 80 Grad aufbewahrt. »Das Bio-Archiv wächst ständig und ist das Herzstück des Unternehmens«, betont Deichmann. esz/Von Berndt Biewendt

Als nächstes auf dem Besuchsplan: am 7. Juni ab 10 Uhr ZME Elektronik Recycling in Heuchelheim bei Gießen. Mehr bei Pfarrerin Anette Bill, Jugendwerkstatt Gießen GmbH, Alter Krofdorfer Weg 4,35398 Gießen, Telefon 0641/93100–171, E-Mail anette.bill@jugendwerkstatt-giessen.de.

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