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Leere Friedhöfe

Urne statt Sarg

epd/Andreas FischerImmer mehr Menschen lassen sich in Friedwäldern beerdigen – so wie hier im Reinhardswald bei Kassel. Eine letzte Ruhestätte ohne viel Pflegeaufwand passt in die mobile Gesellschaft.

FRANKFURT/KASSEL. Friedhöfe sehen sich vor eine neue Herausforderung gestellt: Immer weniger Menschen möchten eine Sargbestattung. Große Flächen bleiben somit ungenutzt.

Angesichts einer sinkenden Zahl von Bestattungen sinkt der Platzbedarf auf Friedhöfen in hessischen Großstädten rapide. In Kassel würden von den derzeit 94 Hektar Fläche bis 2030 voraussichtlich nur noch 60 Prozent benötigt, sagte der Kasseler Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne).

Auch in Frankfurt sei der gleiche Trend spürbar, sagte Thomas Bäder, Leiter der Abteilung für Friedhofsangelegenheiten bei der Stadt Frankfurt. Das liege unter anderem daran, dass Urnenbestattungen inzwischen rund 70 Prozent der Beerdigungen ausmachten, sagen Nolda und Bäder. Eine Urnenbeisetzung nehme nicht so viel Fläche in Anspruch wie ein Sarg.

Neben der Urnenbestattung gehe der Trend generell zu pflegeleichten Gräbern wie Rasengräbern, erklärte Bäder weiter. Hinzu komme, dass viele Menschen nur für einige Jahre in Städten wie Frankfurt lebten und arbeiteten. Ein Begräbnis wünschten sie dann in ihrer Heimat. Christine Streck-Spahlinger von der Frankfurter Friedhofskommission sagte, man könne zusätzlich Spielplätze oder Cafés einrichten, in denen Besucher miteinander ins Gespräch kommen können.

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