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Hinweise für Gemeinden

Wie die neuen Kontaktsperren auch Trauerfeiern treffen

Bernd-Christoph MaternFriedhofEin Ort für Abschied und Trauer

In der Coronakrise stellen sich Fragen an die seelsorgliche Praxis, die vor einer Woche kaum denkbar waren. Wie kann ein Trauergespräch stattfinden? Wie viele können an einer Beisetzung teilnehmen? Das belastet alle Angehörigen und Seelsorgenden in bisher kaum gekannter Weise. Jetzt sind die Vorgaben mit einer Kontaktsperre nochmals verschärft worden.

 

Der Krisenstab der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wird Gemeinden spätestens Montagmittag über die weitere Umsetzung von Ausnahmeregelungen beim Kontaktverbot für Trauerfeiern  informieren. 
Zur Orientierung im Übergang sind nachfolgende Hinweise hilfreich. ++++

 

Bund und Länder haben am Sonntagnachmittag neue Regelungen zum Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Sie sehen unter anderem eine Kontaktsperre im öffentlichen Raum vor. Das bedeutet in der Praxis der Beisetzungen voraussichtlich folgendes:

Hessen
Die jüngste Ausnahmeregelung  bei Trauerfeiern bleibt weitgehend erhalten. Ausnahmen sind mit örtlichen Behörden zu klären (Umsetzung siehe unten)
>> Neu: Hessische Verordnung vom Sonntagabend zum Download 

Rheinland-Pfalz 
Hier soll am Montag mit der Landesregierung die genaue Umsetzung geklärt werden und ob Trauefeiern beispielsweise zu den "unbedingt notwendigen Tätigkeiten" zu zählen sind, die ausgenommen sind.

Seit Samstag waren bereits Trauerfeiern verstärkt von den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus wie den Versammlungsbeschränkungen betroffen. Dabei stellen sich Fragen an die seelsorgliche Praxis, die vor einer Woche kaum denkbar waren. Wie kann ein Trauergespräch stattfinden? Wie viele können zur Beerdigung auf den Friedhof?  Die Beschränkung der Teilnahme und das Abstandsgebot belasten alle Angehörigen und Seelsorgenden bereits jetzt in kaum gekannter Weise.

 

Alternativen denken 

Für Pfarrererinnen und Pfarrer ist das nicht nur eine psychische Herausforderung.  Auch für sie gilt gleichzeitig wie überall: Die allgemeinden Regeln zur Gesundheit in der Seelsorge unbedingt beachten. Aussegnungen in den Wohnungen Verstorbener könnten beispielsweise zum Schutz aller vermieden werden. Und: Größere Trauerfeiern könnten auch später nachgeholt werden. Es ist jetzt schon abszusehen: Der Ewigkeitssonntag des Jahres 2020 wird eine besondere Bedeutung bekommen. Es sind Zeiten, die an alle höchste Herausforderungen stellen. 

 

Weitere Hinweise spätestens Montag

Der Krisenstab der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat zuletzt folgende Hinweise gegeben und wird sich spätestens am Montag nach den neuesten Entwicklungen vom Sonntagnachmittag nochmals offiziell an die Gemeinden wenden.

 

Vorläufige Empfehlungen des Krisenstabs der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau 

 

Vorläufige Empfehlung zu Trauerfeiern
(! Stand 21. März ! vor den Kontaktsperren !)

Auch die Trauerfeiern sind von den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus nun massiv betroffen. Die behördlichen Anweisungen erlauben das Abschiednehmen nur im ganz kleinen Kreis (s.u.). Dies stellt eine außerordentlich belastende Situation für alle Angehörigen und Seelsorgenden dar. Es tröstet, darauf hinzuweisen, dass im Gebet um Gottes Beistand und Trost auch diejenigen eingeschlossen sind, die nicht teilnehmen können.

 

Hessen 

Die Anordnung von Versammlungseinschränkungen vom 20.3. legt fest, dass sich auf öffentlichen Plätzen nicht mehr als fünf Personen aufhalten dürfen mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern. Gleichzeitig können die zuständigen Behörden Ausnahmen für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen zulassen.

Das heißt konkret: Der Bestatter - und wenn nicht anders möglich die Kirchengemeinde -  sollte sich mit der Bürgermeisterin / dem Bürgermeister vor Ort bzw. mit der Stadtverwaltung und / oder Friedhofsverwaltung abstimmen, ob und in welcher Höhe diese Personenzahl überschritten werden darf. Hier herrscht aktuell auch vor Ort in den Behörden zum Teil noch Unsicherheit im Umgang. 

 

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sieht die Anordnung von Versammlungsbeschränkungen mit maximal fünf Personen derzeit ausdrücklich keine Ausnahme für Trauerfeiern vor. Die ersten Informationen, dass es in Rheinland-Pfalz eine Öffnung für einen kleinen Kreis geben soll, sind bisher seitens Ministeriums noch nicht bestätigt. Eine Klärung erfolgt schnellstmöglich.

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