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Nicaragua-Freunde ratlos

»Wir müssen was tun … aber was?«

Siegmund KriegerDie Menschen in Nicaragua möchten in Frieden leben. Mitglieder von Darmstädter Initiativen möchten ihnen dabei helfen.

DARMSTADT. Der frühere Guerilla-Führer und erste Staatschef nach der sandinistischen Revolution, Daniel Ortega, ist – nach langer Pause – seit 2007 wieder Präsident von Nicaragua. Vizepräsidentin ist Ehefrau Rosario Murillo. Sieben Kinder des Paares besetzen wichtige Positionen in Politik, Wirtschaft und Medien. Das Volk möchte sich Filz und Korruption nicht länger bieten lassen.

Was ist los in Nicaragua? Seit Monaten tobt dort ein blutiger Protest gegen Staatschef Daniel Ortega. Das Land versinkt in Gewalt. Weit mehr als 400 Tote hat es laut Menschenrechtlern in den vergangenen drei Monaten gegeben. Es soll sich dabei weitgehend um junge Menschen handeln, die an Protestmärschen teilgenommen oder Straßenbarrikaden errichtet hatten. Aber auch Geistliche wurden Ziel von Anschlägen.

Seit vielen Jahren mit Nicaragua verbunden

Fünf Darmstädter Initiativen haben eingeladen zum Nicaraguaabend unter der Fragestellung, wie sie helfen können. Rund 30 Menschen sind gekommen. Man kennt sich. Der Gastgeber stellt sich knapp vor mit »Ich bin der Axel«. Alle sind auf irgendeine Weise, zum Teil seit vielen Jahren, mit dem Land beziehungsweise mit dort tätigen Gruppen und Projekten verbunden. Zunächst versucht Ellen – ihren Nachnamen möchte sie aus Sicherheitsgründen nicht in der Zeitung lesen – eine Chronologie der Ereignisse der vergangenen Monate. Sie stützt sich auf Berichte einer Gewährsfrau in Managua und auf Videos.

Rentenreform löst große Proteste aus

Auslöser der zunächst gewaltfreien Proteste war danach ein Großbrand in einem Naturschutzgebiet, der – wie Regierungskritiker vermuten – aus politischen Gründen nicht gelöscht wurde. Auch eine von der Regierung Ortega beschlossene Rentenreform habe Menschen auf die Straßen getrieben. Sie bedeute eine Verschlechterung für alle – unter gleichzeitiger Aufstockung des Verwaltungsapparats von 1000 auf 4000 Stellen. Für diese Proteste habe es viel Unterstützung von allen Seiten gegeben. Auch die katholische Kirche habe die Bewegung sehr unterstützt.Von Siegmund Krieger

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