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Importverbot für Altkleider?

Afrika will lieber selber produzieren

Foto: epd/Friedrich StarkAuf dem Old-Soweto-Kleidermarkt im sambischen Lusaka stöbern Frauen in den Blusen, Hosen und Shirts aus den Altkleidersammlungen in Europa. Einige ostafrikanische Länder wollen diese Märkte nicht mehr.

Der Altkleidermarkt ist riesig. Händler, Transportunternehmen, Schneider: viele profitieren. Einige Regierungschefs in Ostafrika hätten lieber eine eigene Kleidungsindustrie.

In Europa und Nordamerika kaufen sich viele Menschen gerne neue Kleider, auch wenn die alten noch tragbar sind. Die bringen sie dann zur Altkleidersammlung. Von dort werden jedes Jahr alte Kleider, Hosen und Pullis im Wert von rund einer Milliarde Euro nach Afrika verschifft und dort auf Märkten verkauft. Die Sachen sind billig, aber eben auch alt. Warum sollten seine Landsleute abgetragene Kleider und Schuhe kaufen, wenn sie doch gleichzeitig Baumwolle, Wolle und Leder produzieren, aus denen in anderen Ländern Kleider und Schuhe gefertigt werden, fragt der tansanische Präsident John Magufuli.

Die USA drohen nmit Konsequenzen

Er ist nicht der einzige Regierungschef in Ostafrika, der den Aufbau einer eigenen Kleidungsindustrie begrüßen würde und deshalb über ein Einfuhrverbot für Altkleider nachdenkt.

Doch ganz einfach ist das nicht. Die USA drohen bereits mit Konsequenzen, wenn ihnen der Export von Altkleidern verwehrt wird. Und auch Experten warnen vor den Problemen, die es mit sich bringen kann, wenn der Import durch Eigenproduktion ersetzt wird.

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