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Erstmals junge Freiwillige nach Benin

Bewerber müssen Demut mitbringen

esz/Ingrid LessmannDie Kinder im Waisenhaus Saint Augustin in Sakété hoffen auf Freiwillige für zwei Projekte in Benin.

WIESBADEN. Bei zwei Projekten im westafrikanischen Benin können junge Europäer den Menschen vor Ort helfen. Dazu sind auch andere Kompetenzen von Vorteil als die rein sozialen.

In einem Waisenhaus gibt es jede Menge zu tun. Auch Dinge, die mit Kindern nicht unbedingt etwas zu tun haben, die aber dennoch wichtig sind. »Die Nonnen gehen gut und liebevoll mit den Kindern um, aber mit PC und Internet wollen sie sich nicht beschäftigen«, erzählt Ingrid Lessmann. »Der Umgang mit den technischen Kommunikationsmitteln wäre eine der Aufgaben, die auf die Freiwilligen zukommen.«

Über Lessmann ist der Kontakt zwischen einem Waisenhaus und einer Frauenkooperative im westafrikanischen Benin und dem Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) zustande gekommen. Der Verein entsendet Freiwillige für jeweils ein Jahr zum Helfen in Länder des globalen Südens – und nun sollen erstmals junge Leute für EVIM nach Benin reisen.

Lessmann besuchte Benin viele Male

Vor ihrem Ruhestand war Lessmann Geschäftsführerin der Wiesbadener Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken. Damals brachte sie eine Partnerschaft zu einem Krankenhaus in Benins Hauptstadt Porto Novo auf den Weg. Viele Male besuchte Lessmann Benin und lernte weitere Projekte dort kennen – zum Beispiel ein Waisenhaus in Sakété im Südosten und eine Frauenkooperative in Parakou im Norden des Lands. Zusammen mit Andrea Stinner, Leiterin der EVIM-Freiwilligendienste, entwickelte Lessmann die Idee für den Einsatz junger Freiwilliger in diesen beiden Orten.

Im Waisenhaus, wo 60 Kinder leben, werden die Helfer aus Europa bei der Kinderbetreuung, beim Gemüseanbau und beim Umgang mit technischen Kommunikationsmitteln mithelfen. In der Frauenkooperative werden Jugendliche gesucht, die die Frauen unter anderem bei der sorgfältigen Verpackung und der Registrierung der Produkte unterstützen, aber auch gerne selbst in der Erde buddeln.

Teams und ein Mentor stehen den Freiwilligen zur Seite

»Die jungen Leute müssen Demut mitbringen vor den Leistungen, Sitten und Gebräuchen der Einheimischen«, sagt Stinner. In beiden Projekten stehen den jungen Menschen Teams Seite – und ein einheimischer Mentor. Der heiße Phampile Degla, habe in Deutschland studiert und spreche hervorragend Deutsch, berichtet Lessmann. Die Bewerber müssen sich aber dennoch auf Französisch verständigen können, denn das ist die Amtssprache Benins.

Der Dienst steht allen jungen Menschen von 18 Jahren bis 27 Jahren offen und ist kostenfrei. EVIM wünscht jedoch, dass Freiwillige einen Unterstützerkreis bilden und einen monatlichen Spendenbeitrag von 150 Euro sammeln, um den Dienst mitzufinanzieren.

Von Christa Kaddar

Mehr Informationen im Internet unter www.evim-freiwillig.de oder beim Informations- und Bewerbertag am 8. Dezember von 13 Uhr bis 18 Uhr bei den EVIM-Freiwilligendiensten im Wiesbadener Kaiser-Friedrich-Ring 88. Ansprechpartnerin ist Andrea Stinner, Telefon 06 11/17 21 70–13.

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Ihre Ansprechpartnerin

Renate Haller (rh)
Chefin vom Dienst

Tel.: 069 / 92107-444
E-Mail

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