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Johannes Lohscheidt neu im Gießener Osten

Blick auf die Bildsprache der Bibel

Foto: Lothar RühlPfarrer Johannes Lohscheidt vor einem Porträt des kirchlichen Sozialreformers Johann Hinrich Wichern, nach dem die Wichernkirche in Gießen Ost benannt ist.

GIESSEN. Nach eineinhalb Jahren Vakanz bekommt die Wichernkirche wieder einen Pfarrer. Der 32-jährige Johannes Lohscheidt hat die Stelle im Gießener Osten antreten.

Mit Johannes Lohscheidt kommt frischer Wind in die Gemeinde. Zum einen möchte er die Arbeit des Namensgebers der Kirche, Johann Hinrich Wichern (1808 bis 1881), wieder herausarbeiten. Der Hamburger Theologe gilt als Sozialreformer und hat sich einst um elternlose Kinder gekümmert.

Auf dem Gebiet der Wicherngemeinde rund um den Philosophenwald mit 1900 Mitgliedern gebe es eine große Bandbreite von Menschen, darunter auch Bewohner, die in finanziell schwierigen Situationen leben. Seit Jahren betreut die Gemeinde die Menschen direkt vor Ort mit ihrem Wohnwagen Wiki-Mobil. Hier wolle er weiter Akzente setzen.

Mit konkreten Worten ins Gespräch kommen

»Kirche muss zu den Menschen gehen und in einfacher, aber konkreter Sprache mit ihnen ins Gespräch kommen«, sagt der neue Pfarrer. So möchte er den Blick auf die Bildsprache der Bibel lenken. »Wenn wir als Kirche von Gott reden, dann müssen wir von Gott in verständlichen und für alle nachvollziehbaren Geschichten und Bildern erzählen. Nur so können wir deutlich machen, dass Gott in der Vielfältigkeit unserer Alltage präsent ist.

Lohscheidt sieht seinen Beruf als Berufung, erreiche er dabei unterschiedliche Menschen, vom Anfang des Lebens im Taufgespräch bis zur Bahre auf dem Friedhof. Er habe die Chance mit Kindern, Konfirmanden, Familien und älteren Menschen in Kontakt zu kommen. 1985 ist er in Schotten im Vogelsberg geboren, in Büdingen aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte er seinen Zivildienst bei der Lebenshilfe Gießen an der integrierten Grundschule. Es folgte ein Studium der Haupt- und Realschuldidaktik mit den Fächern Deutsch und evangelischer Religionslehre. In diesem Studienjahr sei bei ihm der Wunsch aufgekommen, Pfarrer zu werden. Es folgten Studienjahre der Theologie in Heidelberg, Neuendettelsau, München und Jena. Von 2015 bis Mitte 2017 hat Lohscheidt die praktische Zeit seiner Ausbildung, das Vikariat, im Dekanat Gießen abgeleistet. Dienstsitz war Pohlheim. Seit Juli begleitet er ein Spezialvikariat am Religionspädagogischen Institut der Evenagleischen Kirche in Hessen und Nassau in Gießen.

Lohscheidt kommt mit seiner Familie

Lohscheidt kommt nicht allein in die Wicherngemeinde. Seine Ehefrau Mirjam Hanna Sauer, selbst Theologin, und ihre beiden Kinder sind bereits mit in das Pfarrhaus eingezogen. Für drei Jahre hat die Kirchenleitung ihn als Pfarrer im Probedienst, früher hieß das Pfarrvikar, an die Wichernkirche entsandt. Nach diesem Probedienst kann sich Lohscheidt selbst um eine Pfarrstelle bewerben, auch an der Wichernkirche.

Lothar Rühl

Die offizielle Einführung ist am Sonntag, 21. Januar.

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