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Jugend

Dann muss sie eben üben

Foto: eöa / Kai FuchsDie eigene Religion vorstellen und die anderen kennenlernen: Dazu treffen sich einmal im Monat junge Erwachsene zwischen 17 und 25 Jahren an unterschiedlichen Orten des Glaubens im Kreis Offenbach. Die Projektleiter, Pfarrerin Sandra Scholz (rechts) von der Evangelischen Kirche sowie Janusz Biene (links) und Selver Erol (nicht im Bild) vom Integrationsbüro des Kreises Offenbach, freuen sich über die lebendigen Gespräche in vertrauensvoller Atmosphäre – wie hier zu Gast bei Pfarrer Stefan Barton (Mitte) im katholischen Hildegardishaus in Dietzenbach.

Dietzenbach . Wie ist das eigentlich bei Euch? Diese einfache Frage stellen sich Jugendliche unterschiedlicher Religionen. Und meist entstehen daraus spannende Diskussionen, bei denen die jungen Leute merken: »Wir sind uns ähnlicher, als wir vorab gedacht haben.«

Eine Lehrerin kann sich die ausländisch klingenden Namen ihrer Schüler nicht merken. Ist das diskriminierend?«, fragt die heutige Workshopleiterin der Bildungsstätte Anne Frank in die Runde der jungen Erwachsenen zwischen 17 und 25 Jahren.

Glaube.Gemeinsam.Gestalten

Sie gehören zu verschiedenen Religionsgemeinschaften im Kreis Offenbach und nehmen an dem Begegnungsprojekt »Glaube.Gemeinsam.Gestalten« teil, das gemeinsam von den Dekanaten Dreieich und Rodgau und dem Projekt »ro.Prävention – Gegen religiösen Extremismus« des Integrationsbüro des Kreises Offenbach verantwortet wird. »Kommt drauf an«, sagt ein Mädchen, »ob sie sich generell keine Namen merken kann oder nur diese nicht«. »Auf jeden Fall« entgegnet ein anderer Teilnehmer, »wenn es ihr schwer fällt, dann muss sie sie eben üben. Das würde ich schon erwarten.«

Lebhafte Diskussion

Über Fragen wie diese entspinnt sich zwischen den bis zu 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des interreligiösen Begegnungsprojekts eine lebhafte Diskussion darüber, was Diskriminierung eigentlich ist – und wo sie anfängt.

Wir lernen einander kennen

Häufig stellen sie dabei fest, wie ähnlich ihre Meinungen zu vielen Fragen sind – und dass das Verständnis für einen jungen gläubigen Menschen bei anderen Gläubigen oft viel höher ist als innerhalb anderer Gruppen, wie beispielsweise in der Schule oder der Nachbarschaft. »Wir lernen einander durch das Projekt kennen und entdecken gleichzeitig auch die Orte des Glaubens in unserer Region«, sagt Pfarrerin Sandra Scholz. Kai Fuchs/esz

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