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Sterbefasten

Die eigene Entscheidung

Foto: iStock/ersinkisacikWenn der Teller leer bleibt, sind die Tage gezählt.

Unheilbar krank, aber das Herz schlägt weiter. Immer wieder kommen Menschen an einen Punkt, an dem sie keine Lebensfreude mehr empfinden und lieber sterben möchten. Ein Medikament, das ihnen dabei hilft, haben sie aber nicht zur Hand.

Marlies B. hatte sich zum sogenannten Sterbefasten entschieden. Die 74-Jährige litt an einer Stoffwechselerkrankung die dazu führte, dass sie kaum etwas bei sich behalten konnte. Als sie nur noch 40 Kilo wog, verlor sie allen Lebenswillen.

Wer nicht mehr isst und trinkt, wird sterben. Das ist ein Naturgesetz. Die Dauer dieser letzten Lebensphase ist je nach Konstitution unterschiedlich. Nach einer Untersuchung aus den Niederlanden dauert es im Schnitt 16 Tage, bis das Herz aufhört zu schlagen.

Ärztlicher Beistand ist rechtlich keine Sterbehilfe

Hausärzte und Palliativmediziner, die das ethisch vertreten können, begleiten Menschen in einer solchen Situation. Diese Begleitung wird rechtlich nicht als aktive Sterbehilfe gewertet. Nicht der Mediziner oder die Medizinerin verabreicht ein Medikament, das zum Tod führt. Der betroffene Mensch selbst entscheidet, wie es weitergeht und wird durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme aktiv. Ärzte und Pflegekräfte aber können helfen, diese Situation erträglich zu gestalten.

Marlies B. starb nach sieben Tagen.

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