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Synodale für Familiennachzug

»Die Menschen sind verzweifelt«

eöa/Berndt BiewendtViele syrische Flüchtlinge hierzulande haben Angst um ihre Familien, die noch im Bürgerkriegsland ausharren. Präses Michael Wörner leitet die Synodaltagung.

ZWINGENBERG. Die Synode des Dekanats Bergstraße hat sich mit großer Mehrheit für die Familienzusammenführung von Flüchtlingen ausgesprochen. In einer während der Herbstsynode in Zwingenberg verabschiedeten Resolution betont das Kirchenparlament, dass Integration besser gelingen könne, wenn alle Familienmitglieder zusammen und in Sicherheit seien.

Die Dekanatssynode kritisierte, dass von den Geflüchteten, die nach der Dublin-Verordnung das Recht auf Familiennachzug haben, bislang nur wenige nach Deutschland hätten einreisen können. »Der Nachzug wird politisch offenbar bewusst beschränkt«, heißt es in der Entschließung, die die Synodalen mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen verabschiedeten. Die Kirchenleitung und die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) werden aufgefordert, sich für einen beschleunigten Familiennachzug einzusetzen und dabei in der laufenden politischen Diskussion eindeutig Stellung zu beziehen. »Der grundgesetzlich verbriefte Schutz der Familie gilt nicht nur für Deutsche«, heißt es in der Resolution wörtlich.

Ungeduldig, verzweifelt und mitunter auch wütend

Die Leiterin des Diakonischen Werks Bergstraße, Irene Finger, bestätigte, dass ihre Flüchtlingsberatung zurzeit 40 Menschen betreue, deren Angehörige in Syrien, der Türkei, dem Libanon und anderen Ländern festsäßen. »Diese Menschen sind ungeduldig, verzweifelt und mitunter wütend.«

Dekanat trägt Entscheidung für das Kirchenasyl mit

Dekan Arno Kreh verteidigte das Kirchenasyl als letztes Mittel, um in Einzelfällen die ablehnende Entscheidung nochmals zu überprüfen. Genau das sei in diesem Jahr zweimal geschehen. Die beteiligten Kirchengemeinden hätten keine leichtfertige Entscheidung getroffen, sondern sich intensiv mit beiden Fällen auseinandergesetzt. Wenn ein Kirchenvorstand Kirchenasyl gewähre, werde das Dekanat diese Entscheidung mittragen, sagte Kreh und erhielt dafür viel Beifall von den Synodalen. esz/Von Berndt Biewendt

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