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Jugendkulturkirche

Ein besonderer Ort für besondere Erfahrungen

Silke KirchSeit zehn Jahren gehört die Jugendkulturkirche Sankt Peter für viele Jugendliche in Frankfurt zu ihrem Alltag dazu. Großen Anteil daran hat Geschäftsführer Eberhard Klein (Mitte).

Frankfurt. Von Konfi-Party bis Online-Gottesdienst, von Akrobatik bis Poetry-Slam, von Meditation bis Youtube-Coaching – in der Jugendkulturkirche Sankt Peter sind die weltlichen Interessen Jugendlicher mit Kirche vereinbar.

Bei einer Feierstunde am Vorabend des ersten Advents erinnerte Eberhard Klein, Geschäftsführer der Jugendkulturkirche an die Entstehungsgeschichte von Sankt Peter: Die Idee zum Umbau der Gründerzeitkirche in eine Jugendkirche reicht zurück in die 1990er Jahre. Initiativträger war von Beginn an Stadtjugendpfarrer Jürgen Mattis, der das heutige Konzept einer auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnittenen Veranstaltungskirche aus der Wiege hob.

Gemeinde und Denkmalschützer machen mit

Zuspruch erhielt es vor allem im Zuge des Evangelischen Kirchentags 2001. Sowohl die Gemeinde als auch Denkmalschützer konnten mit ins Boot geholt werden und die Jugendkulturkirche Sankt Peter wurde zu einem Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt. Den 2002 ausgelobten Architekturwettbewerb gewann das Darmstädter Architekturbüro 54f mit einem Konzept, das eine Umgestaltung des Kirchenraumes in einen modernen Veranstaltungsraum für bis zu 1000 Personen vorsah: hier finden Konzerte, Partys und Theateraufführungen ebenso statt wie Gottesdienste, Seminare und kreative Workshops.

Jugendkultur als Teil des städtischen Kulturbetriebs

Pfarrer Jürgen Mattis hob den Modellcharakter der Jugendkulturkirche hervor: Nicht nur ein Ort für Jugendliche innerhalb der Kirche habe man schaffen wollen, sondern einen öffentlichen Ort von Jugendkultur als »Player« im Kulturbetrieb der Stadtgesellschaft. Dort – und weit darüber hinaus – ist Sankt Peter längst angekommen: Scream Factory und Stadtjugendpfarramt, DJ-Circle und Evangelische Akademie, Cheerleaders und sogar ein fast authentisch wirkender Udo Lindenberg schickten ihre Geburtstagsgrüße und -ständchen über die Leinwand.
Unterstützerkreis aus gesamtem Bundesgebiet
Die Jugendkulturkirche hat heute Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus und wird von einem Unterstützerkreis aus dem gesamten Bundesgebiet gefördert, der 2010 von Lothar Pohl, Palastpromotion Wiesbaden, initiiert wurde. Die sogenannte Wirtschafts Community Sankt Peter stellt ihr Know-how für Lobbyarbeit und Fundraising zur Verfügung. Einer ihrer Unterstützer, Christoph Hochkirchen von der Evangelischen Bank e.G., lobte die kreative Energie des Teams von Sankt Peter: Hier sei zu erleben, dass selbst das, was nicht so gut klappe, nicht notwendig ein Scheitern sei – im Gegenteil, es mache gescheiter.

Eine Chance, den Glauben zu erproben

Kirchenpräsident Volker Jung, der zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann Schirmherr von Sankt Peter ist, bezeichnete in einem per Video ausgerichteten Grußwort die Jugendkulturkirche als einen »besonderen Ort für besondere Erfahrungen«. Junge Menschen hätten hier die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum auszuprobieren, ihre Interessen und Möglichkeiten zu erkunden und auch ihren Glauben zu erproben.

»St. Peter bleibt immer eine Baustelle«

Stadtdekan Achim Knecht schilderte seinen ersten Eindruck von der Jugendkulturkirche, als diese 2007 zwischen Bauzäunen ihren Betrieb aufnahm. »Irgendwie bleibt Sankt Peter immer eine Baustelle«, so Knecht – ihr Reiz liege in ihrer Offenheit, Anpassungsfähigkeit und dem Potenzial, flexibel auf die sich wandelnden Bedürfnisse ganz unterschiedlicher Jugendkulturen einzugehen.
Silke Kirch

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