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Herschbach

Eine Kirche kommt zu den Menschen

eöa / Peter BongardDie Gottesdienste in der Andreaskirche sind außergewöhnlich und beziehen die Besucher oft mit ein. Still und leise bleibt da keiner auf seinem Stuhl sitzen.

Herschbach . Vor 20 Jahren hatte eine Schar Christen, die Idee eine Gemeinde zu gründen. Zwei Jahrzehnte später hat sich diese Idee zu einem einzigartigen Projekt in der Landeskirche entwickelt.

Der Apostel Andreas hält die Kirche in Herschbach zusammen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Bau in der Peter-Klöckner-Straße wird von kräftigen, X-förmig zusammenlaufenden Dachbalken gestützt – dem Andreaskreuz. Doch der Apostel stützt nicht nur das Gebäude. Seit zwei Jahrzehnten folgt die Gemeinde dem Andreasprinzip: dem Prinzip des Kommens und Erlebens; der persönlichen Gotteserfahrung, des Eingeladen-fühlens und des Glaubens, der nicht nur an Sonntagen, sondern gerade im Alltag eine Rolle spielt.

Am Anfang war eine England-Reise

Als der damalige Rückerother Pfarrer Werner Schleifenbaum 1991 nach England reist und dort das Konzept der Gemeindepflanzung kennenlernt, reift in vielen Protestanten der Region eine Sehnsucht: eine eigene, lebendige Gemeinde in Herschbach zu pflanzen. Eine Kirche, die zu den Menschen kommt.

Einigen reichte das nicht

Der Bau, der später die Andreaskirche wird, ist damals noch ein Gemeindehaus. In ihm treffen sich Protestanten zweimal im Monat zu Gottesdiensten. Doch einigen reicht das nicht: »Der Vorstand der Rückerother Kirchengemeinde beschloss deshalb, ein Team nach Herschbach zu entsenden, um dort eine Filialgemeinde zu pflanzen«, erinnert sich die erste Gemeindeleiterin Jutta Digel. Das Engagement des Teams geht weit über das übliche Maß hinaus: Die Männer und Frauen verlegen ihren Lebensmittelpunkt nach Herschbach, knüpfen intensive Kontakte und leisten viel Basisarbeit.

Das war ergreifend

Es folgen Jahre, in denen das zarte Pflänzchen Gemeinde gehegt und gepflegt wird, bevor es dann am 30. November 1997 zum ersten Mal aufblüht: die Andreasgemeinde entsteht. »Nach Jahren mühsamer Arbeit waren wir angekommen«, erzählt Gründungsmitglied Hans Paal. »Das war ausgesprochen ergreifend. Fast wie die Geburt eines Kindes.« Das Ergreifende bewahren sich die Herschbacher. Ihre Gottesdienste leben davon, dass die Besucher nicht nur passiv teilnehmen, sondern eingeladen sind, sie mitzugestalten. esz/Peter Bongard

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