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Fastenmonat

Evangelische Kirchen grüßen zum Ramadan

epd / Steffen SchellhornEin gemeinsames Fastenbrechen wird es in diesem Ramadan wegen der Corona-Krise nicht geben.

Kassel/Darmstadt. Die leitenden Geistlichen der beiden großen evangelischen Kirchen in Hessen haben Vertretern islamischer Verbände Grüße zum Beginn des Fastenmonats Ramadan übermittelt.

Die Auflagen zum Schutz gegen die Verbreitung des Coronavirus mit den Begrenzungen der öffentlichen Religionsausübung seien für die Kirchen schmerzlich an Karfreitag und Ostern zu spüren gewesen, nun träfen sie die muslimischen Gemeinden im Fastenmonat, heißt es in der Grußbotschaft von Bischöfin Beate Hofmann und Kirchenpräsident Volker Jung.

Krise als Gesellschaft gemeinsam meistern

Die Einschränkungen könnten aber auch neue Möglichkeiten eröffnen, erklären die beiden Geistlichen. So sei es hilfreich, das eigene Leben, das Miteinander, aber auch die Gesellschaft insgesamt mit anderen Augen zu sehen. "Wir können nur hoffen, dass wir diese Krise, die uns alle schwer trifft, als Gesellschaft gemeinsam gut meistern", erklären die beiden.

In ihrem Schreiben gehen Hofmann und Jung auch auf das rassistische Attentat in Hanau vom vergangenen Februar ein, bei dem zehn Menschen getötet wurden. "Manche mahnen, es würde in dieser Krise in Vergessenheit geraten. Wir wollen mit dafür sorgen, dass es nicht vergessen wird und uns weiter gegen Rassismus jeglicher Art in unseren eigenen Reihen wie in der Gesellschaft einsetzen."

Der Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Glaubenssäulen des Islam. Mit dem Ramadan verbinden sich im religiösen Jahreskreis die wichtigsten Feste, wie das große Fastenbrechen zum Ende der etwa vierwöchigen Zeit. Gläubige sind im Monat Ramadan aufgerufen, von Sonnenaufgang bis  Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Nach Eintritt der Dunkelheit wird in oft großen Feiern das Fastenbrechen zelebriert. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 23. April und dauert bis 22. Mai. epd

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