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Nord-Nassau

Gottesdienste näher bei den Menschen feiern

Sommergottesdienste

esz/privatSo, nur mit viel mehr Abstand zwischen den Besuchern wollen die Gemeinden im Kirchspiel über den Sommer Gottesdienst feiern. Im Freien lassen sich die Hygiene-Vorschriften umsetzen.

Gladenbach. Die Auflagen für Gottesdienste in den Kirchen sind hoch. Der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ist wichtig. Die Kirchengemeinden Gladenbach, Erdhausen, und Diedenshausen setzen deshalb in den Sommermonaten ganz auf open-air.

Das kann richtig schön werden«, sagt Pfarrer Matthias Ullrich, »das Corona-Virus mit seinen Einschränkungen ist vielleicht nicht nur eine Krise, sondern für uns als Kirche auch die Chance, wieder näher zu den Menschen zu kommen.« Die Gladenbacher jedenfalls wollen es versuchen und bieten bis August Gottesdienste im Freien an. »Wenn es regnet, wird’s halt ein bisschen kürzer«, sagt sein sein Kollege Pfarrer Klaus Neumeister scherzend. »Und vielleicht können wir im Freien ja demnächst auch wieder singen«, sagt er hoffend. Tatsächlich werden derzeit auch für Gottesdienste im Freien die Verordnungen überall gelockert. Wichtig sei es, dass die Abstandsregelung auch weiterhin eingehalten wird, erläutert Neumeister.
Die drei Kirchenvorstände in Gladenbach, Diedenshausen und Erdhausen hoffen durch diese Angebote auch Menschen anzusprechen, die sonst nicht regelmäßig den Gang in die Kirche finden. »Wir haben da sehr gute Erfahrungen mit unseren Auto-Gottesdiensten und dem Wander-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt gemacht«, bestätigt Ullrich. »Da waren viele Menschen dabei, die sonst vielleicht nicht gekommen wären.«

Gemeinde versprechen Überraschungen

Zwar dürften derzeit auch wieder Gottesdienste in den Gotteshäusern stattfinden, aber nur mit hohen Auflagen und einer sehr begrenzten Teilnehmerzahl. Die Berichte von den Versuchen, wieder in den Kirchenräumen mit den darin geltenden Auflagen Gottesdienste zu feiern, hätten sie zu diesen Freiluftgottesdiensten ermutigt, berichten Ullrich und Neumeister. Dabei können sich die Gemeindemitglieder auf einige Überraschungen gefasst machen, sei es, dass es auch mal einen Gottesdienst in Dialekt oder mit ganz neuen Musikangeboten gibt. Zudem ist die Kirche in Erdhausen zur stillen Andacht jeden Sonntag zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet.
Für die »Frischluft«-Gottesdienste, wie Neumeister und Ullrich sie nennen, suchen sie auch eine neue Zusammenarbeit mit Vereinen und anderen gesellschaftlichen Gruppen. So ist schon am 21. Juni um 10 Uhr ein Familiengottesdienst im Kurpark Gladenbach geplant, bei dem auch der Musikverein Gladenbach und die Kindertagesstätte Regenbogen mit von der Partie sind. Am 26. Juli soll ein Fahrradgottesdienst in Erdhausen stattfinden, der gemeinsam mit dem »ZukunftsForum Gladenbach« vorbereitet wird. »Wir laden alle Gruppen und Vereine ein, auf uns zuzukommen und die Möglichkeiten für einen gemeinsamen Gottesdienst zu besprechen. Wir werden aber selbst auch auf die Vereine zugehen«, erläutert Ullrich.

Überlegungen für den Herbst

Wie es dann im Herbst weitergehen soll, können die beiden Pfarrer bisher noch nicht sagen. »Da wird uns schon etwas einfallen«, ist sich Neumeister sicher. »Zunächst einmal werden wir am 20. und 27. September die Konfirmationen nachholen.« Und Ullrich ergänzt: »Den Erntedankgottesdienst am 4. Oktober feiern wir dann vielleicht auf einem Bauernhof – warum nicht?« So hoffen sie, trotz Corona frische Luft in die Gottesdienste und das Gemeindelieben zu bringen. VonSabine Hammann-Gonschorek/esz

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