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Nord-Nassau

Der Drang nach Freiheit

»Point Alpha«

eöa/Klaus KordeschMit aus Eisenbahnschienen zusammengeschweißten Panzersperren wollte die DDR-Führung verhindern, dass die Grenzanlagen mit schweren Fahrzeugen durchbrochen werden konnten, wie die Besucher aus dem Dekanat Biedenkopf-Gladenbach erfahren.

Biedenkopf . Reisen bildet und weitet den Horizont. Genau das erlebten Teilnehmer einer Reise auf den Spuren der deutschen Geschichte.

Keine Grenze und keine Mauer kann Menschen dauerhaft davon abhalten, in Freiheit leben zu wollen: Mit diesem auch auf die aktuellen Flüchtlingsdiskussionen bezogenen Statement hat Berthold Dücker die Teilnehmer eines vom Dekanat Biedenkopf-Gladenbach veranstalteten Tagesausflugs zur Gedenkstätte »Point Alpha« an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze beeindruckt.

Todesgefahr auf dem Weg

Auch die Todesgefahr auf dem Weg in die Freiheit kann die Menschen nicht aufhalten, machte der Begründer der Gedenkstätte den Besuchern bewusst. Der heute 71-Jährige berichtete der Gruppe eindrucksvoll von seiner eigenen Flucht durch die Grenz- und Sperranlagen mit dem breiten Minengürtel 1964. Als damals 16-Jähriger ließ er seine Familie zurück, um in Freiheit seinen in der DDR nicht zu verwirklichenden Traum von einem Leben als Journalist wahr werden zu lassen.

Unmenschliches Überwachungssystem

Zuvor hatten sich die rund 50 Teilnehmer aus den Kirchengemeinden des Dekanats nach der etwa zweistündigen Fahrt während einer Führung vom »Haus an der Grenze« bis zum »US Camp Point Alpha« über das perfide Überwachungssystem der DDR in Grenznähe, die Konstruktion der Grenzanlagen mit Selbstschussanlagen zum Verhindern der »Republikflucht« und die strategische Bedeutung des Ortes informiert: Hier war der westlichste Punkt des Warschauer Pakts und zugleich die günstigste Angriffsposition auf das Gebiet der NATO-Staaten beziehungsweise das nicht weit entfernte wichtige Rhein-Main-Gebiet. Von Klaus Kordesch/esz

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