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Süd-Nassau

Aufs Dach der Kirche

Spektakuläre Führung auf der Wiesbadener Marktkirche

Anja Baumgart-PietschNichts für schwache Nerven: Bei der Führung geht es aufs Dach der Marktkirche.

WIESBADEN. Von wegen Kirche ist nicht spannend. In der Wiesbadener Marktkirche können Besucher eine außergewöhnliche Führung erleben.

Anja Baumgart-PietschMargot Klee und Sebastian Villmar zeigen den geheimen Dachstuhl.

Es sind nicht ganz so viele Türmchen und Figuren wie auf dem Dach des Mailänder Doms. Aber auch das Dach der Wiesbadener Marktkirche birgt überraschende Aus- und Einblicke nicht nur für Architektur-Fans. Wer sich einmal den Nassauischen Landesdom und die Landeshauptstadt aus einer ungewöhnlichen Perspektive anschauen möchte, kann sich bei der Kirchenvorstands-Vorsitzenden Margot Klee für eine Sonderführung anmelden, deren Erlöse für den Erhalt der Kirche dienen sollen.

Ähnliche Aktion gibt es bereits in Speyer

Die Idee, mit Besuchergruppen der Kirche »aufs Dach zu steigen«, kommt aus Speyer. Dort wird im Dom ein ähnliches Konzept angeboten. »Was der Kaiserdom von Speyer kann, kann der Nassauer Landesdom doch ebenfalls«, ist Klee überzeugt. Und so hat sie gemeinsam mit dem Küster Sebastian Villmar und Pfarrer Holger Saal ein Konzept erdacht, das für kleine Gruppen in den warmen Jahreszeiten exklusiv buchbar sein soll.

Kostenpunkt: 400 Euro pro Gruppe. Gestartet wird im Keller. Durch die Krypta, die noch allgemein zugänglich ist, führt der Weg durch dunkle Katakomben der voll unterkellerten Kirche in einen der Türme. Dort heißt es Treppen steigen, die immer enger und steiler werden. Dann tritt man auf das Dach der Kirche hinaus. Dort müssen sich die Besucher anseilen, hier ist kein stabiles Geländer vorhanden.

Blick auf die alte Küsterwohnung

Auch die alte Küsterwohnung wird gezeigt, sie wirkt wie soeben verlassen, aber schon seit längerer Zeit ist hier kein Wohnen mehr erlaubt, weil der Notausgang fehlt. Hier zu wohnen, mit dem einmaligen Ausblick über die Dächer von Wiesbaden muss schon etwas ganz Besonderes gewesen sein. Man sieht die Innenstadt mit ihren anderen Kirchtürmen, Hochhäusern, Baukränen und dem direkt gegenüberliegenden Rathaus.

Gezeigt wird auch der Dachboden der Kirche, über den Gewölben, die von unten den »Sternenhimmel« bilden. Dort geht ein hölzerner Plankengang entlang, wo sich auch die Kurbeln befinden, mit denen die großen Kronleuchter im Kirchenraum heruntergekurbelt werden können. Die Experten beantworten während der Führung Fragen zu Geschichte und Architektur der Kirche.

Anja Baumgart-Pietsch

Weitere Informationen unter E-Mail: margot.klee@lfd-hessen.de

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