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Rheinhessen

Krippen-Adventskalender in Mainzer Christuskirche

Täglich neue Überraschungen

Nicole Weisheit-ZenzImke Wesseler-Clement vom Kirchenvorstand und kurz zuvor getaufte Rasmus Ohl öffnen das erste Türchen.

MAINZ. Die traditionelle Krippe in der Christuskirche hatte einige Nachteile. Die Gemeinde ging da neue Wege.

Je den Tag ein Türchen öffnen ist nicht nur bei den Adventskalendern daheim spannend, sondern auch bei einem großen Exemplar, dem Krippen-Adventskalender im Vorraum der Mainzer Christuskirche. Außen in elegantem Weiß gehalten, wirkt er schon auf dem ersten Blick anders als traditionelle Krippenszenen, die vor und in weiteren Kirchen zu finden sind. Zudem könnten kleine und große Besucher hier nah rangehen, genau hinschauen und vorsichtig selbst Hand anlegen, erklärte Imke Wesseler-Clement vom Kirchenvorstand zur Eröffnung mit Kinderpunsch und Plätzchen.

Ein Eichhörnchen im Türchen Nummer eins

Am 1. Dezember wurde nach dem Sonntagsgottesdienst das erste Türchen aufgemacht. Diese Aufgabe übernahmen Svea und Rasmus Ohl, die kurz zuvor von Pfarrerin Jasmin Schönemann-Lemaire getauft wurden. »Da ist ja ein Eichhörnchen drin«, staunte der Junge, als ein Waldbewohner aus Holz zum Vorschein kam. Die handgeschnitzte Figur stammt aus dem Fundus der Gemeinde. Mit Naturmaterial und Lämpchen ist die Szene arrangiert.

Traditionelle Krippe nahm zu viel Platz ein

Hinter den Veränderungen bei der traditionellen Heimatkrippe stand der Wille, neue Wege zu gehen. In den Jahren zuvor hatte die Szene der Geburt Jesu auf mehreren Quadratmetern ihren Platz im Eingangsbereich, sicherheitshalber mit einer Kordel abgesperrt. Bei Konzerten und anderen Veranstaltungen war dies hinderlich. Ein weiterer Antrieb war, dass die Figuren aus der Nähe zu betrachten sein und in die Hand genommen werden sollten.

Ehrenamtliche gestalten den Setzkasten

Vera Lüttich war überzeugt von den Idee, einen Kalender ähnlich einem Setzkasten zu bauen. Gern habe sie für die gute Sache geschnitten und geklebt, gebohrt und geschraubt, berichtete die junge Frau. Auch weitere Personen investierten ehrenamtliche Stunden, um anderen das Warten auf Weihnachten zu versüßen. Sie konnten Figuren auszuwählen, auf sich wirken lassen und etwas dazu gestalten: kleine Texte, Zeichnungen, Basteleien oder Collagen.

Gucklöcher gewähren Einblicke

Mit kleinen Gucklöchern ausgestattet, geben die Türchen schon winzige Einblicke, und auch die Aktiven der Gemeinde wecken die Neugier: Verschiedene Stilrichtungen werden vertreten sein, mal recht traditionell, mal moderner gestaltet, schlicht oder mit netten Extras. Auf dem Weg zum Fest gibt es täglich neue Überraschungen. »Ab 23. Dezember finden die Krippenfiguren dann ihren Platz unter dem Weihnachtsbaum in der Kirche«, kündigte Pfarrerin Schönemann-Lemaire an.

Von Nicole Weisheit-Zenz

Besichtigung täglich bis 22. Dezember während der Öffnungszeiten der Christuskirche: Dienstag bis Donnerstag und Samstag von 9 bis 18 Uhr, Freitag von 12 bis 18 Uhr, Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

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