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Rheinhessen

Nacht der offenen Kirchen in Nieder-Olm

Gebete in mehreren Sprachen

Nicole Weisheit-ZenzFeierlich und fröhlich zugleich ist die Musik in der Nieder-Olmer Kirche, mit Sopranistin Helen Rohrbach, Katharina Johansson am Piano und Julia Freund mit der Geige.

NIEDER-OLM. Katholiken und Protestanten hatten gemeinsam eingeladen. In den einen Kirchen ging es lebhaft und musikalisch zu, in anderen stiller und in sich gekehrter.

Was sich in größeren Städten wie Mainz bewährt hat, soll auch im ländlichen Bereich zur Tradition werden. Nach dem Auftakt 2017 luden in ökumenischer Zusammenarbeit drei Kirchen der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus von Assisi und zwei evangelische Gotteshäuser erneut ein.

Für den Auftritt in einem neu gegründeten Trio, mit Sopranistin Helen Rohrbach und Katharina Johansson am Piano, griff die Gemeindepfarrerin Julia Freund in Nieder-Olm zur Geige. Im Zusammenklang bot die Gruppe Werke der Klassik und Romantik. Zugleich feierlich und fröhlich wirkte der Gesang, der kombiniert wurde mit einer Lesung. Am späteren Abend erklangen Gebete in mehreren Sprachen, von Gemeindemitgliedern aus Europa und Afrika. Snacks im Vorraum luden ein zum Verweilen, auch bei einem Glas Wein kamen manche ins Gespräch.

Agapefeier bei ökumenischer Andacht

Mit Speis und Trank wurden die Gäste auch in der katholischen Kirche Nieder-Olm begrüßt. Neben rheinhessischen Spezialitäten gab es gebackene Köstlichkeiten aus anderen Ländern zu probieren. Bunt war auch die musikalische Vielfalt, mit Trommelklängen, jungen Jazzmusikern und lebensfrohem Gesang aus dem indischen Kerala, von Pater Cyril Thundathil und Freunden. Zuvor hatten die Besucher schon symbolisch Brot und Trauben miteinander geteilt, zur Agapefeier während der ökumenischen Andacht mit Pfarrerin Julia Freund und dem katholischen Dekan Hubert Hilsbos. Auch nach dem zentralen Auftakt stand die Wallfahrtskirche Kirche Mariä Opferung in Sörgenloch für stille Gebete offen. Sehr ruhig zu ging es auch in St. Bartholomäus in Zornheim. Begleitet von entspannender Musik, hatte Bettina Werbick zu einem kreativen Angebot eingeladen, um selbst ohne Worte Facetten des Glaubens zum Ausdruck zu bringen.

Werke verschiedener Epochen und Genres

Der Künstler Bernd Zimmer hatte das Altarbild im evangelischen Gemeindehaus erschaffen, »Licht. Himmel für Zornheim«. Es bildete nun einen Blickfang während des musikalischen Programms, das gestaltet wurde vom Bläserchor Gustavsburg. Das Ensemble unter der Leitung von Maike Rind feierte im Vorjahr sein 100-jähriges Bestehen. Im Gepäck hatten die Musiker nun Werke verschiedener Epochen und Genres, um einen Eindruck davon zu geben, wie abwechslungsreich Blechblasmusik sein kann, klassisch oder jazzig. Auf das besinnliche »Der Mond ist aufgegangen« folgte ein Abendsegen von Prädikantin Elke Berger-Dürr, mit ermutigenden Gedanken: »Wir haben die Welt in diesen Stunden zwar nicht verändert, doch Gott hat uns verändert für die Welt.«

Von Nicole Weisheit-Zenz

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