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Starkenburg

Verschieden zu sein ist normal

Starkes Team: die Kirchenpiraten

Rebecca KellerGar nicht so einfach: Auf ihren Zeigefingern sollen sie gemeinsam einen Zollstock langsam und gleichmäßig auf dem Boden ablegen, rechts Birgit Heckelmann.

DARMSTADT. Rund 20 Kinder und Jugendliche treffen sich jede Woche bei den inklusiven Kirchenpiraten in der Martin-Luther-Gemeinde.

Ich bin anders als Du bist anders als er ist anders als sie«, singen die Kirchenpiraten vergnügt zu Beginn ihres Treffens unter dem Dach des Gemeindehauses. »Na und, das macht das Leben eben bunt«, heißt es weiter. Das Lied ist Programm. Bei der inklusiven Kinder- und Jugendgruppe der Martin-Luther-Gemeinde sind Unterschiede kein Problem. Im Gegenteil. »Sie bereichern uns«, sagt Birgit Heckelmann.

Sie alle sind Gottes Ebenbilder

Die Gemeindepädagogin betreut die Kinder- und Jugendarbeit im Darmstädter Martinsviertel in der Martin-Luther-Gemeinde, Michaelsgemeinde und Thomasgemeinde. Dabei engagiert sie sich insbesondere für die Teilhabe aller: Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind Gottes Ebenbilder, heißt es in der Konzeption ihrer gemeindepädagogischen Kinder- und Jugendarbeit. Birgit Heckelmann sitzt auch für die Martin-Luther-Gemeinde in der Steuerungsgruppe des inklusiven Martinsviertels, eines von der Stadt Darmstadt und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband initiierten Netzwerks.

Vertrauen ist gewachsen und Mut zum Erzählen

Die Kirchenpiraten machen es sich auf Kissen im Kreis gemütlich. Vor ihnen stehen ihre Namensschilder, in der Mitte ein Kreuz und eine Kerze auf einem selbst gestalteten Teppich mit Piratensäbeln und bunten Handabdrücken. Am Anfang ist Zeit für eine Austauschrunde. In fünf Jahren sind Vertrauen gewachsen und Mut, Persönliches in der Runde zu erzählen.

Niemand geht leer aus – auch nicht beim Essen

Auch beim Essen leben sie gleichberechtigte Teilhabe. Ein Teller mit frisch geschnippeltem Obst und Gemüse wandert herum, jeder darf sich ein Stück nehmen und gibt den Teller weiter. »Wenn der Teller in der Mitte stünde, könnte jemand leer ausgehen, nur weil er langsamer ist«, erklärt Birgit Heckelmann. Eine Kirchenpiratin weilt derzeit in Übersee. Auch an sie denken die Jugendlichen und haben ihr einen Geburtstagsbrief geschrieben. Von Rebecca Keller

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