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300. Geburtstag

Alles wird anders

Frank SommerPfarrer Markus Buss (links) und Architekt Benjamin Jourdan überprüfen die Arbeiten in der Kirche.

Dreieich . Die Hayner Burgkirche wird seit einem Jahr renoviert. Während dieser Zeit konnte die Kirche für Gottesdienste nicht genutzt werden. Also feierten die Evangelischen einfach woanders.

Es wird gemalt, gefugt, geschraubt, gespachtelt und gepinselt: Handwerker unterschiedlicher Gewerke sind mit Hochdruck an der Innen- und Außenrenovierung der Dreieichenhainer Burgkirche tätig. Bis zum ersten Advent soll die Kirche im Inneren so weit fertiggestellt sein, dass Geburtstag gefeiert werden kann, der 300. Geburtstag der Burgkirche.

Beliebte Hochzeitskirche

Am ersten Advent 1718 wurde die Kirche fertiggestellt, der Vorgängerbau in der Burganlage war 1669 bei einem Feuer niedergebrannt. Heute ist die in der malerischen Burgruine gelegene Kirche vor allem bei Hochzeitspaaren beliebt: Während die Trauung in der Burgkirche gefeiert wird, kann die standesamtliche Trauung gleich nebenan im Bergfried vollzogen werden. Auch den Festspiel-Besuchern ist die Kirche wohlbekannt und bei Kerb- oder Mittelalter-Feierlichkeiten ist sie stets miteingebunden.

Der berühmte Zahn der Zeit

Der Zahn der Zeit hatte dem Gebäude jedoch zugesetzt, zudem erwies sich die Technik in der Kirche als tückisch: Zwölf Stunden mussten noch vor wenigen Jahren die Techniker nach einem Fehler in der Elektronik im Hause suchen. »Und eng war es: Die Kirche hatte nämlich keine Sakristei«, sagt Pfarrer Markus Buss. Ein Bretterverschlag im Altarraum diente zum Umziehen oder als Lager. »Das war schon ziemlich rumpelig«, sagt Buss und lacht.

Gottesdienste an unterschiedlichen Orten

Nun zum 300. Geburtstag wird alles anders – schon vor Jahren wurde beschlossen, zum Jubiläumsjahr die Kirche zu renovieren und zu erweitern. »Außerdem wird sie barrierefrei umgebaut«, sagt der Frankfurter Architekt Benjamin Jourdan, der in der Burgkirche konfirmiert wurde. An der östlichen Außenecke der Kirche ist ein knapp 50 Quadratmeter großer runder Anbau errichtet worden, der die Sakristei, einen Besprechungsraum und die neue Behindertentoilette enthält. »Außerdem haben wir in der Kirche auf Stufen verzichtet und es gibt ein leichtes Gefälle vom Eingang zum Altar hin«, sagt er.

Kirchenpräsident Volker Jung feiert mit

Der Festgottesdienst wird am Sonntag, 2. Dezember, um 17 Uhr in der Burgkirche Dreieichenhain gefeiert, die Predigt hält der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung. Von Frank Sommer

Weitere Informationen zur Burgkirche, Renovierung und Stiftung im Internet unter burgkirche-dreieichenhain.ekhn.de

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