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Neuer Stadtjugendpfarrer in Mainz

Begeistert von Vielfalt

eöa/Brigitte SpechtAls Jugendlicher selbst aktiv gewesen, will Matthias Braun die damals erfahrene Unterstützung an künftige Generationen weitergeben.

MAINZ. Künftig unterstützt Matthias Braun Jugendgruppen und Gemeinden in Mainz. Dabei wollte er ursprünglich gar nicht Pfarrer werden.

Telefon und Computer funktionieren schon, und die meterlangen Regalbretter sind bestückt mit Bänden an theologischer Literatur von Dietrich Bonhoeffer bis zu Abhandlungen zur soziologischen Systemtheorie des Sozialwissenschaftlers Niklas Luhmann. Ansonsten aber erinnert vieles daran, dass gerade erst jemand eingezogen ist in den lichtdurchfluteten Raum im Erdgeschoss des Hauses der Kirche, auf dessen Türschild in großen lila Buchstaben »Stadtjugendpfarramt« prangt. »Das ist ein guter Ort, um anzukommen«, sagt Matthias Braun.

Bedarf für Unterstützung herausfinden

Angekommen ist Braun im Stadtjugendpfarramt des Dekanats Mainz, um die Stelle als Stadtjungendpfarrer zu besetzen. Von hier aus unterstützen drei Jugendreferenten, ein Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und ein Pfarrer die Kirchengemeinden und Gruppen des Dekanats. »Als erstes möchte ich mir erschließen, was es überhaupt bedeutet, evangelischer Jugendlicher in Mainz zu sein«, sagt Braun. »Hinschauen und herausfinden, wo es Bedarf an meiner Unterstützung gibt.«

Gut gerüstet für diese Aufgabe ist der 32-Jährige allemal. Aufgewachsen in Bensheim an der hessischen Bergstraße, war Braun als Kind und Jugendlicher in der Kirchengemeinde aktiv, engagierte sich im Kindergottesdienstteam oder als Leiter von Kinderfreizeiten – und erlebte dort eine große Wertschätzung für seine Kompetenzen. »Die Unterstützung, die ich selbst in meiner Kirche erfahren habe, möchte ich gerne weitergeben«, sagt er heute.

Themen aufnehmen, die die Jugendlichen bewegen

Dabei war seine Idee, nach dem Theologiestudium in Frankfurt und Heidelberg in den Pfarrdienst einzutreten, erst gegen Ende gereift. »Zunächst hat mich die wissenschaftlich-theologische Betrachtungsweise der Welt einfach intellektuell gereizt«, erzählt er. Dennoch absolvierte er in Worms sein Vikariat, ging anschließend vier Jahre lang als Gemeindepfarrer nach Alzey. »Seelsorge, Begleitung und Unterstützung sind gelebte Theologie«, sagt er. »Ich nehme sehr gerne die Themen auf, die die Jugendlichen bewegen.«

Von Brigitte Specht

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