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Tauffest am See

Benetzen oder Vollbad?

eöa/Berndt BiewendtNora wählt die konventionelle Art der Taufe am Becken.

BENSHEIM. Der Bensheimer Badesee hat sich am Sonntagvormittag in einen Taufsee verwandelt. 1200 Gäste, 60 Täuflinge sowie 13 Pfarrerinnen und Pfarrer machten die Taufe zu einem großen Gemeinschaftserlebnis.

Für uns ist die Taufe unter freiem Himmel eine Rückkehr zum Ursprung«, sagte Silke Elfu aus Lorsch. Sie ließ ihren 15 Monate alten Sohn Liyo taufen und war mit ihrer interkulturellen Familie zum Tauffest am Badesee gekommen. Dazu gehörten auch ihre eritreischen Schwiegereltern. Pfarrer Renatus Keller tauchte den Kleinen mit ganzem Körper ins Wasser, was ihm im ersten Moment gar nicht gefiel. Doch nach dem ersten nassen Schreck lächelte er gleich wieder.

Auch Stationen zum Erinnern an eigene Taufe

Die Täuflinge beziehungsweise deren Eltern konnten vorher festlegen, ob sie an einem Taufbecken auf traditionelle Weise getauft werden wollen oder durch Untertauchen im Badesee. Zusätzlich zu den Taufstationen gab es acht Stationen für alle, die sich an ihre eigene Taufe erinnern lassen wollten. Von den 60 Täuflingen waren 21 im Säuglingsalter, 21 Kleinkinder zwischen zwei und sechs Jahren, 15 zwischen sieben und zwölf sowie ein Jugendlicher und zwei Erwachsene.

Jonathan feiert zugleich Taufe und Geburtstag

Nicht alle kamen aus Gemeinden des Dekanats Bergstraße. Der elfjährige David Förster hatte den weitesten Weg nach Bensheim. Er war mit seiner Familie aus Hahnstätten bei Limburg angereist, um sich im Badesee taufen zu lassen. Ein ganz besonderes Erlebnis war es auch für Jonathan Lukas aus Mörlenbach. Er ließ sich nicht nur gemeinsam mit seinem siebenjährigen Bruder Paul taufen. Er feierte zugleich seinen zehnten Geburtstag. Für ihn und seine Familie ein unvergesslicher Tag.

Aus Quelle des Lebens sprudelt stets Wasser

Den Gottesdienst feierten die Besucher des Tauffestes auf der Wiese am Badesee in einem großen Zelt. »Hier gibt es keine Fremden, hier gibt es nur Freunde«, sangen die Musiker Clemens Bittlinger und Adax Dörsam zur Begrüßung. Katja Folk, Dekanatsreferentin für Kindergottesdienst, erzählte kindgerecht eine Geschichte aus dem Johannesevangelium. Es ging um die Frau am Brunnen. Jesus verspricht ihr die Quelle des Lebens, aus der stets Wasser sprudelt. Als Bühnenbild hatten die Veranstalter einen sprudelnden Brunnen aufgebaut.esz/Berndt Biewendt

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