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Landwirtschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Blick

Gundula StegemannAnna (links) und Sander Hoogendam (Zweiter von links) entwickeln neue Projekte rund um eine ökologische Landwirtschaft. Am Tag der Begegnung in Gnadenthal bereiteten sie Butter zu. Künftig will der neue Projektleiter verstärkt auf Kinder und Jugendliche zugehen.

HüNFELDEN . Die Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal legt viel Wert auf ein spirituelles Leben. Doch neuerdings nimmt die Gemeinschaft ein umweltverträgliches Leben verstärkt in den Blick und entwickelt neue Angebote.

Gnadenthal, der idyllische kleine Ort im Wörsbachtal, zwischen Bad Camberg und Limburg, liegt jetzt an der Hessischen Milch- und Käsestraße – dank Sander Hoogendam. Seit einem halben Jahr lebt er mit seiner Frau Anna in Gnadenthal bei der Jesus-Bruderschaft und entwickelt als Projektleiter neue Tourismus- und Bildungsangebote – sein Traumjob, wie er sagt.

Ein Traumjob

Hoogendam und seine Frau hatten schon seit Längerem mit dem Gedanken gespielt, sich einer christlichen Lebensgemeinschaft anzuschließen. Beim Communio-Forum, einem Austausch-Wochenende von Mitgliedern unterschiedlicher christlicher Gemeinschaften und Menschen, die sich für ein Leben in Gemeinschaft interessieren, hatte man ihnen die Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal ans Herz gelegt. Dort hatten sie erwähnt, dass sie sich für ökologische Landwirtschaft und Bildung auf dem Bauernhof interessieren. »Und dann entdeckte ich vor einem Jahr die Stellenanzeige der Jesus-Bruderschaft«, erzählt Sander Hoogendam. »Ich war sofort begeistert. Es hat sich wie mein Traumjob angehört und passte so gut zu unseren Interessen, Erfahrungen und meinem Studium«, sagt der 28-Jährige.

Aufgewachsen inmitten vieler Tiere

Aufgewachsen ist er in Holland. »Meine Eltern hatten eine Landschaftsgärtnerei, sind aber jetzt Verwalter-Ehepaar auf einem historischen Gut mit Museum und Gartenanlage. Sie waren schon immer an ökologischen Themen interessiert und sind zum Teil Selbstversorger«, erzählt er voller Begeisterung. »Ich bin also aufgewachsen mit vielen Nutz- und Haustieren und einem großen Garten.«

Projekte mit Schulen geplant

»Im Masterstudium hat mich das Thema ›Soziale Landwirtschaft‹ fasziniert«, erzählt er. »Eine Landwirtschaft, die neben der Lebensmittelproduktion Ort und Raum gibt für ganz unterschiedliche Menschen aus der Gesellschaft: Menschen mit Pflegebedürfnissen oder psychischen Erkrankungen, schwer erziehbare Jugendliche, die im Schulsystem nicht zurechtkommen und am Bauernhof ihren Schulabschluss machen können.« Sein berufliches Praktikum hat er auf einem Bio-Bauernhof gemacht, auf dem ungefähr 130 Menschen mit Betreuungsbedarf regelmäßig zu Besuch waren. Von Gundula Stegemann

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