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Denkmalgeschützter Bau

Friedberger Gemeindehaus ist marode

Nils SandrisserSanft fließende Formen sind das Kennzeichen des alten Gemeindehauses der Kirchengemeinde Friedberg.

FRIEDBERG. Das Wellenhaus ist ein besonderer Bau, es ist aber auch ein besonderer Klotz am Bein der Kirchengemeinde. Ein neues Gemeindehaus haben die Friedberger schon gefunden. Unklar ist aber, wie es mit der Kindertagesstätte weitergeht, die in dem Haus beheimatet ist.

Wer vor dem Gemeindehaus in der Friedberger Wintersteinstraße steht, kapiert sofort, warum das Gebäude »Wellenhaus« heißt. Sanft fließen die Formen des Baus, mal auf, mal ab. Der Architekt Johannes Peter Hölzinger hat ihn entworfen, das Haus gilt als Kulturdenkmal.

Doch die Tage des Denkmals könnten gezählt sein. Falls die Kirchengemeinde es nicht verkaufen kann, würde sie es gerne abreißen lassen – Verhandlungen darüber zwischen der Denkmalbehörde und der Landeskirche laufen derzeit. Denn das Gemeindehaus ist marode und hat nach den Worten von Pfarrer André Witte-Karp zahlreiche Baumängel. Die Fenster sind undicht, eingedrungenes Wasser hat den Estrich in Mitleidenschaft gezogen. Das Dach sei »nicht dicht zu kriegen«, sagt Witte-Karp. Die Dämmung sei ein weiteres gravierendes Problem, denn sie entspreche nicht mehr den Standards, die heute beim Bauen üblich sind.

Ein neues Gemeindehaus gibt es schon

Dabei ist es nicht so, dass die Kirchengemeinde ihr Gemeindehaus hätte verkommen lassen. Im Jahr 2000 hat sie für eine Renovierung des Baus 1,3 Millionen D-Mark hineingesteckt. Jetzt wäre wieder eine hohe Investition fällig. Ein Gutachten spricht von 1,75 Millionen Euro. So viel Geld hat die Gemeinde aber natürlich nicht.

Die Kirchengemeinde Friedberg würde das Haus gerne verkaufen. Einen Käufer hat sie allerdings noch nicht. Ein neues Gemeindehaus hingegen schon, sogar ganz zentral in der Friedberger Kaiserstraße.

Die Stadt muss über die Kita entscheiden

Bliebe das Problem der zweiten Kita der Gemeinde, die sich nämlich derzeit noch im Wellenhaus befindet. »Ob es mit dieser Kita weitergeht, hängt mit den Verhandlungen mit der Stadt Friedberg zusammen«, schildert Witte-Karp. Derzeit sei es im Wellenhaus nicht gefährlich, aber es sei klar, dass die Kinder dort mittelfristig raus müssen.

»Ob es mit der Kita weitergeht, hängt mit den Verhandlungen mit der Stadt zusammen«, sagt Witte-Karp. »Die Stadt muss eine Entscheidung darüber herbeiführen, ob und wie eine Kita errichtet werden soll und in welcher Trägerschaft sie dann sein wird.« Einen Termin dafür gibt es allerdings noch nicht.

Von Nils Sandrisser

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