Evangelische Sonntags-Zeitung

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der Evangelischen Sonntags-Zeitung zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Benefiz

Indische Küche im heimischen Kirchsaal

Doris SticklerFröhliche Köche und ihre Helferinnen: Petra Lehwalder (von links nach rechts), Kaushal Kishor Singh, Renate Stübbe und Sanjay Kumar.

Frankfurt . Kirchenvorsteherin Renate Stübbbe hat unlängst Indien bereist. Die Farben und Geschmäcker des Landes wollte sie ihren Freunden und Bekannten näher bringen – und dabei auch etwas Gutes tun. Kurzerhand hat die Gemeinde ein Benefiz-Dinner organisiert. Und das hat deren Mitglieder einander näher gebracht.

Essen wie im Sterne-Restaurant und das auch noch für einen guten Zweck sowie in ungewöhnlicher Umgebung. Mit dem »Indischen Benefiz-Dinner« landeten Kaushal Kishor Singh und Sanjay Kumar einen Treffer ins Schwarze. Weit mehr als 100 Gäste ließen sich im Gotteshaus der Kirchengemeinde Harheim die landestypischen Spezialitäten schmecken.

Mango-Lassi, Kräuterlimo und Masala-Chai

Von den beiden eigenhändig zubereitet, brachten die Köstlichkeiten so manchen Magen an die Grenzen seiner Kapazitäten. Zumal auf dem Buffet jeweils mehrere Vorspeisen, Hauptgerichte und Beilagen warteten. Mango-Lassi, Kräuterlimonaden und Masala-Chai ließ sich auch bestimmt kein Gast entgehen.

50 Kilogramm Gewürze aus Indien

Um authentische Speisen zu servieren, hatte sich Koch Kaushal Kishor Singh sogar die Mühe gemacht, mehr als 50 Kilogramm Zutaten und Gewürze aus Indien mitzuschleppen. Angesichts des Aufwands und der kredenzten Delikatessen fällt es schwer zu glauben, dass er und Sanjay Kumar »nur« passionierte Hobbyköche sind. Beruflich organisieren die Germanisten und ausgebildeten Reiseleiter mit ihrer Reiseagentur »Die Welt erleben« Bildungsreisen in ihre Heimat Indien.

Jeder fühlt sich verantwortlich

So waren in Harheim der Kirchenvorstand samt Pfarrerin Petra Lehwalder und einige Konfirmanden vier Tage lang voll beschäftigt. Dass das Gremium ihrem Benefiz-Dinner-Vorschlag aufgeschlossen gegenüberstand und die Umsetzung nach allen Kräften unterstützte, rechnet Renate Stübbe ihre 13 Kirchenvorstands-Kolleginnen und -Kollegen hoch an. »Es war ein tolles Erlebnis, dass alle mitgemacht haben und hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.« Um die logistischen Herausforderungen zu stemmen, erstellte die 72-Jährige einen detaillierten Plan, bildete Teams, die für Aufgaben wie einkaufen, Tische aufstellen oder Küchen- und Aufräumarbeiten zuständig waren. Die stellvertretende Kirchenvorstands-Vorsitzende Ute Matzel hat zum Beispiel an etlichen Haustüren geklingelt und Werbung gemacht, zwei Tage lang »jede Menge Gemüse geschnippelt und einmal über drei Stunden lang frittiert«.

Richtig viel Arbeit

»Das war richtig viel Arbeit, eine so große Hausnummer hatten wir in der Gemeinde noch nie«, bilanziert die Krankenschwester und ist erleichtert, dass alles relativ glatt über die Bühne lief. Teilweise sei es »ziemlich chaotisch zugegangen«. Auch Renate Stübbe dachte zwischendurch: »Das schaffen wir nie.« Umso mehr freut sie sich über die Erkenntnis: »Es funktioniert auch chaotisch, wenn sich jeder verantwortlich fühlt.«

Weitere Veranstaltungen sind geplant

Man kann Kaushal Kishor Singh und Sanjay Kumar nur wünschen, dass ihnen auch bei den künftigen Benefiz-Dinnern wieder engagierte Menschen zur Seite stehen. Die Chancen sind zumindest bei den zwei bereits vereinbarten Kulinarik-Veranstaltungen recht groß. In Hamburg und Hannover werden sie ebenfalls in Gemeinden zugange sein.

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top