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Fit in Sachen Kindeswohl

Jugendliche lernen Umgang mit benachteiligten Kindern

gettyimages/nixkiWenn Jugendliche zu Hause Gewalt erfahren, ziehen sie sich oft zurück. Für die Ehrenamtlichen ist es wichtig, Anzeichen zu erkennen.

NIEDERNHAUSEN. Bei der Ausbildung von Mitarbeitenden hat das Thema Kinderschutz im Dekanat Rheingau-Taunus einen hohen Stellenwert. Wichtig dabei: Bereits die ersten Warnzeichen erkennen.

Kein einfaches Thema, mit dem sich die beiden Dekanatsjugendreferenten Britta Nicolay und Paul-Martin Schenk zusammen mit 27 Jugendlichen im Rahmen der Ausbildung zur Jugendleiterin und zum Jugendleiter einen ganzen Tag befasst haben. »Dabei steht die Beachtung von elementaren Bedürfnissen der Teilnehmer einer Gruppe an erster Stelle«, erklärt Schenk. Dem Schutz- und Sicherheitsbedürfnis des Einzelnen komme eine besondere Bedeutung im Kindeswohlkonzept des Dekanat Rheingau Taunus zu.

Was kann auf Kindeswohlgefährdung hinweisen?

Was versteht man unter Kindeswohl? Und welche möglichen Indizien können auf eine Kindeswohlgefährdung hinweisen? Das waren Fragen, die in Niedernhausen auf dem Programm standen. »Der Schutzauftrag beginnt bereits bei verletzenden Schimpfwörtern und sanktioniert jegliche Formen von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche«, betont Schenk.

Ganz praktisch wurde beim Seminar etwa auch der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung thematisiert: Was gilt es zu beachten, wenn sich ein Verdacht bei einem Kind oder einem Jugendlichen in der Gruppenarbeit verstärkt? Eine für den Verdachtsfall bereitgestellte Handlungskette des Dekanats soll den Jugendlichen in Zukunft helfen, mit entsprechenden Situationen umzugehen.

Verhaltenskodex respektieren und achten

Mit einer persönlichen Selbstverpflichtungserklärung dokumentieren die Teilnehmer, dass sie den Verhaltenskodex der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in ihrem Engagement respektieren und umsetzen wollen. Das Kinderschutzkonzept des Dekanats beinhaltet neben einem Verhaltenskodex und einer Selbstverpflichtungserklärung, Fortbildungsangebote für Haupt- und Ehrenamtliche. Außerdem beruft es einen Kinderschutzbeauftragten als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche sowie für Mitarbeitende.

Von Christian Weise

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