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Flüchtlinge

Mahnwache am Mittwoch

gettyimages/NaeblysTäglich sterben Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.

Seligenstadt . Der Ton wird rauer. Davon ist Pfarrerin Leonie Krauss-Buck überzeugt. Seit einem Jahr macht die Kirchengemeinde aufmerksam auf die Schicksale von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer oder durch die Wüste nach Europa gelangen wollen.

Barbara ScholzeIn Seligenstadt erinnern Menschen wie Charlotte Voß an ihr Schicksal.

Es war ein bunt gemischtes Völkchen, das sich da in der Kirche in Seligenstadt zusammengefunden hatte. Einige kamen direkt aus dem Ort, andere hatten einen weiteren Weg. Verschiedene Generationen waren vertreten und mehrere Religionen. Auch wenn wohl das eine oder andere stille Gebet gesprochen wurde, so war das Treffen doch eher dem Zusammensein und dem Genuss gewidmet. Dabei reichten auch die mit weißen Tischtüchern und glänzendem Geschirr festlich hergerichteten Tische nicht aus, um allen Platz zu bieten. Weitere Tafeln mussten beigebracht werden.

Auf der Suche nach einer besseren Zukunft

Eingeladen zu der Zusammenkunft hatten die Initiative Seebrücke Seligenstadt und die Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen. Aus gutem Grund: Seit einem Jahr kommen regelmäßig rund 30 Engagierte auf dem Marktplatz des Ortes zu einer Mahnwache zusammen. Aufmerksam machen möchten die Mahnenden auf die unzähligen Menschen, die auf der Suche nach einer Zukunft in einer besseren Welt im Mittelmeer oder in der Wüste ums Leben kommen und ebenso auf die Situation der Flüchtlinge, die in den Lagern Libyens unter traumatisierenden Bedingungen auf eine Chance warten, weiterkommen zu können.

Rechte beobachten Mahnwache

»Diesen Jahrestag unserer Wachen möchten wir nun zusammen begehen«, begrüßte Pfarrerin Leonie Krauß-Buck die Anwesenden. »Leider«, fügte sie hinzu. Denn noch immer seien die Gründe für die wöchentlichen Versammlungen nicht weniger geworden. Im Gegenteil: »Der Ton wird rauer«, befand die Pfarrerin. Seit kurzem werde die Mahnwache begleitet von Rechtsradikalen. »Wir sind in intensivem Kontakt mit der Polizei, die die Situation aufmerksam im Blick hat«, sagt Krauß-Buck. Die Pfarrerin kündigt an, sich von den Rechten nicht einschüchtern zu lassen.Von Barbara Scholze

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