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Mensch-Tierandachten

Mit Hundegebell das Vaterunser beten

Doris SticklerUwe Döhn (von links), Maria Bandur mit ihren Hunden und Gabi Döhn.

Frankfurt . Tiere spielen für Gott keine Rolle? Mitnichten, sagt Uwe Döhn und lädt einmal im Jahr zur Andacht für Mensch und Tier. Und da ist jedes Mal einiges los.

Doris Stickler

Uwe, mach doch mal was für Tiere.« Mit ihrem Appell rannte Heike Besuch beim Prädikanten der Wartburggemeinde offene Türen ein. Von jeher Hundenarr, brachte Uwe Döhn dann die »Andacht für Mensch und Tier« auf den Weg. Dass Gott der Fauna eine gleichberechtigte Stellung in der Schöpfung zugemessen hat, steht für ihn ohnehin außer Frage. Im Buch Mose sei schließlich nicht von einem exklusiven Bund mit den Menschen, sondern von einem »zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier« die Rede.

Seit zehn Jahren gibt es das Angebot

Daran erinnerte er wieder beim zehnten Andachtsjubiläum, wies zugleich aber auch auf ein biblisches Manko hin. Den Tieren werde in der Schrift kaum Aufmerksamkeit zuteil, dabei habe Gott Noah ausdrücklich beauftragt, neben seiner Familie auch zwei Tiere von jeder Art zu retten. Das Uwe Döhns Worte begleitende Gebell dürfte man getrost als Zustimmung interpretieren können.

Predigten drehen sich um Massentierhaltung und Tierversuche

Untragbare Zustände wie Massentierhaltung, Tierversuche oder den übermäßigen Fleischkonsum nimmt Uwe Döhn ebenfalls ins Visier. Seine Frau Gabi, die von Anfang an die einmal im Jahr gefeierten Andachten mitorganisiert, lebe mittlerweile vegan. Er selbst habe den Verzehr von Fleisch erheblich eingeschränkt und achte auf artgerechte Haltung. Zur Freude des pensionierten Lehrers haben »die Andachten bei vielen Leuten Denkprozesse angeregt«. Von Doris Stickler

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