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Flüchtlinge

Psychosoziales Zentrum eröffnet

Getty Images/LoveTheWindIn Montabaur finden Flüchtlinge Hilfe, denn alleine haben sie oft keine gute Chance, wieder ein gutes Leben zu führen.

Montabaur . Wenn Flüchtlinge in Deutschland ankommen, haben sie schreckliche Erlebnisse hinter sich. Die Diakonie will sie mit ihren Problemen nicht alleine lassen. In Montabaur hat sie nun ein Psychosoziales Zentrum eröffnet.

eöa/Peter Bongard Der Leiter des Diakonischen Werks Westerwald, Wilfried Kehr, betont die Wichtigkeit des Psychosozialen Zentrums in Montabaur. Auch für die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel ist die Einrichtung ein großes Anliegen (sitzend vorne, vor der Landtagsabgeordneten Tanja Machalet (Zweite Reihe rechts).

Die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel hat in Montabaur ein Psychosoziales Zentrum (PSZ) des Diakonischen Werks Westerwald eröffnet. Künftig betreut dort ein dreiköpfiges Team Geflüchtete und deren Angehörige. Das Psychosoziale Zentrum Montabaur hilft Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und dort Krieg, Gewalt, Not und Unterdrückung erleiden mussten.

Die Geister der Vergangenheit

Ereignisse, die Spuren hinterlassen haben: Zurzeit betreut das PSZ 40 Männer und Frauen, und viele von ihnen leiden unter einem schweren Trauma. Das Team des PSZ – Sozialpädagogin Kata Pesti, Diplompsychologe Alexander Becker und Sozialarbeiterin Maria Dormann – wissen, dass diese Menschen besonders schutzbedürftig sind. »Die traumatisierten Geflüchteten brauchen professionelle psychosoziale Hilfe«, erklärt Maria Dormann. »Das Zentrum unterstützt sie nicht nur bei alltäglichen Aufgaben oder bei Fragen zum Asylverfahren. Es bietet zudem individuelle Beratung, Diagnostik sowie Einzel- und Gruppentherapien, Entspannungsangebote und verfasst psychologische Stellungnahmen.«

Hilfe gibt es, so lange wie es nötig ist

Außerdem arbeitet die Einrichtung eng mit Dolmetschern, Medizinern, Behörden und Migrationsdiensten zusammen. Die Dauer dieser Betreuung ist nicht festgelegt: Das Zentrum hilft einem Klienten so lange, wie es nötig ist, sagt Maria Dormann. Von Peter Bongard

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