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Blutige Oster-Anschläge

Schatten über Sri Lanka

Nicole Weisheit-ZenzManfred Domrös liebt Sri Lanka. Die Anschläge vom Ostersonntag treffen ihn deswegen besonders.

WIESBADEN/MAINZ. Seit Jahrzehnten fühlt sich Manfred Dombrös mit Sri Lanka verbunden. Auch die Ostertage verbrachte er dort. Nur knapp entkam er der Katastrophe.

Engel haben ihn wohl behütet, ist sich Manfred Domrös aus Mainz sicher. Noch immer ist er schockiert darüber, was am Ostersonntag passiert ist, auf Sri Lanka, seiner »strahlend schönen, königlich leuchtenden Insel«, die ihm im Laufe der Jahrzehnte zur zweiten Heimat wurde. Mehr als 100 Reisen hat er bisher unternommen, war beruflich dort, als Geographie-Professor, mit Reisegruppen und um Kindern in Not zu helfen. All das beschreibt er in seinem Buch, das er auch mitgebracht hatte zum Vortags- und Lesungsabend in der Kreuzkirche.

Vom Terror überschattet

Doch all das Schöne, das es auf der paradisischen Insel zu entdecken gibt, scheint überschattet von Terror: »Am größten Freudensfest der Christen passierte das schlimmste Massaker«, fasst Domrös seine Trauer in Worte, über die Anschläge auf die christliche Minderheit und ihre Kirchen am Ostersonntag. Den Ermittlungen nach waren die sechs Attentate mit über 250 Toten und vielen Verletzten gezielt ausgeübt worden, von einer islamistischen Splittergruppe.

Fast hätte Manfred Domrös selbst Gottesdienst besucht

Nicht am heimischen Fernseher verfolgte der Mainzer, der viele Prädikantendienste übernimmt, das dramatische Geschehen mit. »Ich war am Schreckensmorgen in Negombo, nur anderthalb Kilometer von der dortigen St. Sebastianskirche entfernt«, berichtet er.

Eigentlich hatte er fest vorgehabt, diesen Gottesdienst am frühen Morgen zu besuchen, erinnert sich Domrös. Wahrscheinlich hätte auch er sich dort in eine der hinteren Reihen gesetzt. Doch dann hatte es doch länger gedauert im Hotel und bald darauf, sagt er, »überschlugen sich die grausamen Schreckensmeldungen und ersten Bilder des eingestürzten Kirchendachs, das viele Menschen unter sich begrub.« Präsent sind ihm »Sprachlosigkeit, Fassungslosigkeit, Entsetzen auf den erstarrten Minen der Menschen.«

Gerade jetzt ist weltweite Solidarität wichtig

Wie ursprünglich geplant, blieb er bis Anfang Mai in Sri Lanka, verfolgte weitere schreckliche Meldungen mit, über die beiden anderen Kirchenanschläge und drei Anschläge in Hotels. Tiefe Trauer sei überall spürbar gewesen, signalisiert durch viele weiße Fahnen der Anteilnahme. Gerade jetzt sei es wichtig, Solidarität zum Ausdruck zu bringen, über Kontinente hinweg, ruft Domrös auf und denkt an die Tsunami-Katastrophe. Direkt danach hatte er die »Sri Lanka Kinder in Not Kampagne e.V.« gegründet. Einen Verein, der vor Ort Hilfe und Zukunftsperspektiven bietet.

Bitte um Unterstützung

Neben Spenden für laufende Projekte des Vereins bittet er um Unterstützung für junge Opfer, die oft »traumatisiert und körperlich geschunden« sind. Das Geld wird an den Verein umgehend nach Sri Lanka weitergeleitet, um Aufwendungen mitzufinanzieren, ob für Klinikbehandlungen, Prothesen oder Seelsorge. Spendenbescheinigung stellt der Verein aus.

Von Nicole Weisheit-Zenz

Bankverbindung: »Sri Lanka Kinder in Not Kampagne e.V.« Spardabank Südwest IBAN: DE34550905000004138090. Bitte als Kennwort nennen: Kinder-Nothilfe Ostern.

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