Evangelische Sonntags-Zeitung

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Nachhaltig essen

Strategien für eine Ernährung der Zukunft

Foto: eöa/Kristina EifertGuter Austausch in den Expertenrunden im Klima-Café.

ALSFELD. Das Klima ist das Thema der Stunde. Im Vogelsberg fand dazu bereits 2015 ein Internationaler Jugendgipfel statt. Zur Vorbereitung des zweiten Gipfels im Herbst laden Jugendliche derzeit zu Klimacafés ein. Experten inklusive.

Die Evangelische Jugend im Vogelsberg hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten und Generationen über Klimagerechtigkeit, Ernährung und Visionen ins Gespräch zu bringen. Dazu veranstaltet das junge Projektteam bereits seit März an unterschiedlichen Orten im Vogelsberg monatliche Klimacafés, zu denen immer zwei spezielle Gäste eingeladen und von Moderatoren zu ihrer Lebenswelt und dem Bezug zum Klima befragt werden. Referenten vom hessischen Umweltzentrum kommen so mit begeisterten Menschen aus Obst– und Gartenbau zusammen, mit Ökobauern und -Bäuerinnen; Galloway-Verbandsvorsitzende und Biogasanlagenbesitzer diskutieren über die Herausforderungen eines nachhaltigen Lebensstils.

Miteinander ins Gespräch kommen

Die Besucherinnen und Besucher können ihre Fragen einbringen und in Kleingruppen mit den Gästen und miteinander ins Gespräch kommen. Selbstkreierte Milchshakes mit verschiedenen Milchsorten oder Eistees mit regionalen, saisonalen Produkten gibt es im Klimacafé. Diese sind zu verstehen als inhaltliche Vorarbeit für die zweite internationale Jugendklimakonferenz im Herbst.

Beim Klimacafé in Billertshausen zum Beispiel waren eine Landwirtin und ein Landwirt als »special guests« dabei. Teenager, Erwachsene und Senioren diskutierten, moderiert von Sophie Schramm und Alex Theumer, in gemischten Kleingruppen zu Biogasanlagen und Ökolandbau. Dabei brachten sie ganz grundsätzliche Fragen ein, etwa ob Biogasanlagen überhaupt für eine nachhaltige Zukunft sinnvoll sind und wie sie funktionieren.

Ernährungsstile stehen zur Diskussion

Vom 31. Oktober bis 3. November treffen sich rund 30 junge Klimabotschafterinnen und -botschafter aus verschiedenen Landeskirchen, Vereinen, Schulen und auch aus unterschiedlichen Ländern zur Jugendklimakonferenz in Hopfmannsfeld. Unterstützt von der Evangelischen Jugend auf dem Land und gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, stehen »Ernährungsstile der Zukunft« zur Diskussion. Wie geht bewusster Fleischkonsum und welche Alternativen gibt es?

Am Samstag während der Konferenz tagt der Klimagipfel mit kreativen Veranstaltungen, wie World Café, Bühnentischgespräche oder einem philosophischen Talk und einer Fülle von Workshops. Einzelne Referentinnen und Referenten sowie Organisationen gestalten den Gipfel: So wird etwa eine junge Promotionsstudentin aus London ihr Konzept von »Eco-Poetry-Slam« vorstellen. Das Naturschutzzentrum und das Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung der hessen-nassauischen Kirche sowie Fachleute aus den Naturwissenschaften bereichern die Konferenz mit Know-how über Zusammenhänge, Fakten und Prognosen.

Ideenpaket mit Anregungen

Die Foren an den Abenden sowie der Gipfel-Samstag sind offen für alle. Konfi-Gruppen und Schulklassen sind eingeladen, an Workshops und Plenardiskussionen teilzunehmen. Beim Gipfel wird ein Ideenpaket geschnürt, das Anregungen für Politik, Institutionen, Gemeinden oder auch den privaten Alltag enthält.

Am 3. November endet die Tagung mit einem Jugendgottesdienst, in dem die Klimabotschafter und -botschafterinnen einen Segen mitbekommen, der sie auf dem oft schwierigen und anstrengenden Weg im eigenen Leben, aber auch im jugendpolitischen Einsatz hin zu einer nachhaltigen Zukunft begleiten soll. esz

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