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Projektstelle für Integration

Vielfalt als gute Erfahrung für alle

Foto: eöa/Gert HolleGerhard Griestock will das Wohnumfeld von Migranten verbessern und sie in den Arbeitsmarkt integrieren.

NIDDA. Die Projektstelle Integrationsprozesse im Dekanat Büdinger Land ist neu. Mit ihr kann Gerhard Griestock, früher Dekanatsjugendreferent, sich nun um Felder kümmern, die früher nicht im Fokus lagen.

Wirksame und nachhaltige Integration kann nur im Gemeinwesen stattfinden und muss dort gestaltet werden«, davon ist Gerhard Griestock überzeugt. Er bekleidet die neu eingerichtete Projektstelle Integrationsprozesse im Dekanat Büdinger Land. Zuvor war der 58-jährige Gemeindepädagoge als Dekanatsjugendreferent im ehemaligen Dekanat Büdingen tätig, knüpfte in dieser Zeit ein großflächiges Netz zu Vertretern aus Kommunen und sozial tätigen Organisationen.

Ansprechpartner für Engagierte

»Vielfalt leben und Demokratie wagen« – unter diesem Leitsatz will Griestock Begegnungsangebote unterstützen und in Gang bringen, um den Zusammenhalt unterschiedlicher Gruppen zu stärken. Was seit dem Jahr 2000 in Parlamenten und kirchlichen Synoden mit den Begriffen »demografischer Wandel«, »Neue Armut«, »Dorf- und Regionalentwicklung« oder »Digitalisierung« umschrieben und diskutiert wird, bilde den Hintergrund für seine neue Aufgabe, erklärt Griestock. Er sieht sich dabei als Ansprechpartner für engagierte Menschen, die in bereits bestehenden Initiativen, Vereinen oder anderen Gruppen vor Ort arbeiten.

»Unsere Städte und Dörfer – von der östlichen Wetterau bis in den südlichen Vogelsberg – gestalten engagiert und bunt die Aufnahme von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten«, sagt Griestock. Auch in unserer sogenannten Aufnahmegesellschaft seien zunehmend gravierende Veränderungsprozesse deutlich sichtbar und spürbar. »Wir müssen und wollen darauf reagieren«, sagt er. »Jetzt geht es darum, verstärkt beteiligungsorientierte Projekte ins Leben zu rufen, in denen sich geflüchtete, benachteiligte und etablierte Bevölkerungsgruppen gemeinsam zusammenfinden.«

Erfahrungen in der Bildungsarbeit

Griestock, der Zusatzqualifikationen zum Freiwilligenmanager und zum Erlebnispädagogen hat, kann auf vielfältige Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien aufbauen. Im Rahmen der auf drei Jahre befristeten Projektstelle sei es ihm nun auch möglich, sich intensiver um Felder zu kümmern, auf denen bislang nicht der Fokus lag. Er denke dabei an die Verbesserung im Wohnbereich, an die Integration auf den Arbeitsmarkt, aber auch an die Gestaltung des demokratischen, interkulturellen Zusammenlebens.

»Wir sind sehr dankbar, dass wir durch die finanzielle Förderung seitens der Deutschen Fernsehlotterie und des Flüchtlingsfonds unserer Landeskirche die Projektstelle für Integrationsprozesse errichten und mit Gerhard Griestock einen erfahrenen und kompetenten Mann für diese Aufgabe gewinnen konnten«, sagt der stellvertretende Dekan Wolfgang Keller, zuständig für die Mitarbeiter im gemeindepädagogischen Dienst.

Gert Holle

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