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Frauenkabarett aus Oberursel

Zum Lachen in die Kirche

Foto: privat/Ute NiedermeyerSeit vielen Jahren unzertrennlich: Ute Niedermeyer (links) und Kabarret-Kollegin Antonia Jacob begeistern die Menschen auch in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

OBERURSEL. Das Babenhäuser Pfarrerkabarett zeigt, wie witzig Kirche sein kann. Ute Niedermeyer und Antonia Jacob aus Oberursel hat das fasziniert. Inzwischen stehen sie selbst auf der Bühne. Nicht nur in Hessen.

EKHN: Evangelisches Kabarett Heiterkeit und Niedertracht. Nicht zu verwechseln mit der geläufigen Abkürzung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Hinter diesem Namen stehen zwei Frauen aus Oberursel. Ute Niedermeyer Jahrgang 1959 und Antonia Jacob, Jahrgang 1972. Die Beiden treten seit 2003 mit ihrem Kirchenkabarett auf.

Angefangen hat damals alles mit insgesamt fünf Leuten. Davon seien aber recht schnell zwei, später eine weitere Person abgesprungen, erzählt Ute Niedermeyer. Bis 2009 trat die humorvolle Frührentnerin mit ihrer Kollegin Anke Kroll auf. Nach ihrem Tod und fast einem Jahr Pause kam Antonia Jacob zurück ins Boot, die schon in den Anfangszeiten als Musikerin dabei war. Seitdem haben Niedermeyer und Jacob knapp 100 Auftritte in Kirchengemeinden hinter sich.

Das Duo ist längst über Hessen hinaus gefragt

Mit ihrem Programm sind die beiden Damen richtig rumgekommen: Neben diversen Orten in Hessen waren sie in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern zu sehen. Das Highlight ihrer Kabarett-Karriere sei der Auftritt beim Babenhäuser-Festival im April 2017 gewesen, erzählt Niedermeyer stolz.

Die Kabarettistin war vor ihrem Dasein als Privatier Religionslehrerin an einer Berufsschule. Ihre Kollegin Jacob ist hauptberuflich Richterin. Ihren Job als Kabarettistinnen machen die Frauen nebenbei – aus Spaß an der Freud. Das Duo nimmt für die Auftritte kein Geld. Stattdessen werden die Besucher um eine Spende für das Hilfsprojekt »boias frias« der Versöhnungsgemeinde in Oberursel gebeten.

Neues Programm mit eigener Musik

Im aktuellen und mittlerweile vierten Programm »Kirche 4.0« tritt Niedermeyer als Hausmeisterin einer Gemeinde auf und plaudert aus dem Nähkästchen. Während Antonia Jacob auch eigene Texte für ihre Musik schreibt, trägt Niedermeyer ausschließlich Texte von anderen Kabarettisten vor. Darunter ältere Programmtexte vom Babenhäuser Pfarrerkabarett und Eckhard von Hirschhausen. Selbstverständlich hole sie sich jedes Mal eine Genehmigung bei den Künstlern ein, betont Niedermeyer.

Das Publikum in den Kirchen ist offener geworden

Das Ziel, mit den Programmen auch Kirchendistanzierte zu erreichen, sei nicht aufgegangen, sagt Niedermeyer. »Die Besucher sind in der Regel eh in der Kirche engagiert.« Ein bisschen müsste sich das Publikum natürlich auch mit dem Thema Kirche auskennen, fügt sie hinzu. Das sei bei politischen Kabarett nicht anders.

Das Publikum sei überall, auch innerhalb von Hessen, ganz unterschiedlich, sagt Niedermeyer. Insgesamt seien die Gemeinden offener geworden, freut sie sich. Früher seien einige der Meinung gewesen, Kabarett und Kirche passen nicht zusammen. Heute gebe es solche konservativen Stimmen kaum noch. Ein wenig schade findet sie, dass kaum junge Leute im Publikum sitzen.

Carina Dobra

Der nächste Auftritt findet am 9. Februar um 19.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Neu-Anspach statt. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: www.evangelisch-hochtaunus.de. Weitere Termine und Infos unter www.das-ekhn.homepage.t-online.de

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