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Kirchenfenster

Charaktervoll statt makellos

Foto: eöa/Peter BongardPfarrer Michael Rother ist stolz auf die neuen, kunstvollen Fenster, die alttestamentarische und jüdische Geschichten aufgreifen.

Mogendorf. Die Fenster in der Mogendorfer Kirche sind ein Hingucker. Und zwar nicht nur für einen schnellen Blick.

Auf den ersten, flüchtigen Blick sind da nur Farben und Linien: Kräftiges Grün, leuchtendes Orange, begrenzt von brüchigen schwarzen Strichen, schattierten Flächen. Irgendwann erkennt das Auge Menschenmassen, die sich um ein goldenes Kalb sammeln. Einen Mann, der auf eine Wüste blickt. Ein Schiff aus Holz mit Tieren. Einen Tempel, der in Flammen steht. Die neuen Fenster der Kirche Mogendorf erzählen Geschichten: von Flucht, Liebe, Hoffnung, Leid, Glaube.

Lukas Derow schafft Beeindruckendes

Geschichten des Alten Testaments der Bibel, die – wie die Mogendorfer Fenster – ihre Tiefe manchmal erst auf den zweiten Blick offenbaren. Lukas Derow heißt der Mann, der die Kunstwerke aus Glas geschaffen hat. Ein in Stuttgart lebender Künstler, der sich mehrere Monate mit den Fenstern beschäftigt hat. »Derow hat sich viele Gedanken über die Motive gemacht, und in den Bildern steckt so viel mehr drin, als beim ersten flüchtigen Hinsehen auffällt«, sagt Pfarrer Michael Rother.

Mundgeblasenes Glas

Passend zu den akribisch gestalteten Malereien: die Handwerkskunst der renommierten Firma Derix aus Taunusstein, die das Projekt begleitet und eng mit dem Künstler zusammengearbeitet hat. Auffällig ist auch das mundgeblasene Glas, das in antikem Stil gehalten und von vielen Bläschen durchdrungen ist. »So sahen die Fenster in früheren Zeiten auch aus: Charaktervoll statt makellos«, sagt Rother.

Motive des ersten Teils des Alten Testamentes

Überhaupt: die früheren Zeiten. Die Fenster greifen ausschließlich Motive des ersten Teils der Bibel, des Alten Testaments, auf. Sie zeigen einen verträumt blickenden Adam neben einer lächelnden Eva; erzählen von Noahs Arche und lassen den Propheten Jeremia sorgenvoll auf den zerstörten Tempel blicken. Kurz: Sie zeigen die Geschichte des Volkes Israel mit Gott. Passt das zu einer christlichen Kirche?

Peter Bongard/esz

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