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Energiewende

Die ökologische Wahrheit

Gettyimages/David_SchWürden die Preise für Energie die tatsächlichen Kosten abbilden, wäre Autofahren so teuer, dass wahrscheinlich mehr Menschen Fahrrad fahren würden.

Wenn Bürger das bezahlen müssten, was Diesel und Kerosin eben kosten, wäre die Debatte um Sinn und Unsinn von Anreizen oder Verboten in Sachen Umweltschutz schnell zu Ende. Jedenfalls wenn Kai Schlegelmilch vom Bundesamt für Umweltschutz recht hat.

Bei der Debatte um unseren ökologischen Fußabdruck kreist die Diskussion schnell um zwei Alternativen: Anreize oder Verbote. Für Kai Schlegelmilch hingegen ist das gar nicht die Kernfrage. Der Mitarbeiter des Bundesamts für Naturschutz rechnet in der Evangelischen Akademie Frankfurt vor, welche Menge an Subventionen für umweltschädliches Verhalten fließen – zum Beispiel Steuervergünstigungen für Diesel, Kerosin oder Langstreckenflüge. Würden die Preise die ökologische Wahrheit abbilden, wäre die Debatte schnell beendet. Allerdings müsse die Energiewende sozialverträglich gestaltet werden. Finanziell schwache Menschen, die sich umweltbewusst verhielten, müssten am Ende auf der Gewinnerseite sein.

Die Frankfurter Professorin Yvonne Ziegler vermisst hingegen einen Schritt, der ihren Worten zufolge längst überfällig ist: Steuergeld müsse investiert werden, um Technologien zu erforschen, die den CO 2 -Ausstoß reduzieren. Emissionshandel sei zwar grundsätzlich positiv, aber das Geld werde falsch verwendet.

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