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Liebe

Eigentlich hatte sie von Männern die Nase voll

Doris SticklerAnnelie und Hermann Damm feiern ihre Traumhochzeit mit ihrer Familie. In die Flitterwochen geht es allein.

Frankfurt . Manchmal hält das Leben Überraschungen bereit mit denen kaum jemand rechnet. Umso schöner, wenn Menschen dann den Mut und die Neugier haben, sich auf Veränderungen einzulassen. So wie Annelie und Hermann Damm.

Von Männern hatte Annelie Freier die Nase eigentlich voll. »Die gehen entweder fremd oder trinken«, so die Bilanz ihrer Erfahrung. Engeren Bindungen war sie seit dem Ende ihrer nicht gerade glücklichen Ehe denn auch stets aus dem Weg gegangen. Kontaktfreudig und an der Welt interessiert, kam sie die vergangenen 26 Jahre gut ohne einen Herrn der Schöpfung zurecht.

Der nette Nachbar

Hätte ihr jemand eine abermalige Heirat prophezeit, wäre Annelie nur in schallendes Gelächter ausgebrochen. Dann stand vor zwei Jahren in der Seniorenwohnanlage im Europaviertel plötzlich ein neuer Nachbar auf dem Balkon der gegenüberliegenden Wohnung. »Der sieht aber nett aus«, dachte sie bei seinem Anblick sofort.

Erst der Trockner, dann die Küche, dann der ganze Kerl

Inzwischen trägt Annelie den Nachnamen Damm und was sie über den Weg dorthin erzählt, könnte als Vorlage für einen Roman mit dem Titel »Alter schützt vor Liebe nicht« dienen. Wie es das Schicksal wollte, kannten einige Damen aus ihrer sich »Golden Girls« nennenden Frauengruppe den neuen Mieter, der eines Tages mit in der Runde saß.

Ein Abendessen ist der Anfang

Obwohl es auch bei Hermann gleich funkte, schlichen beide lange umeinander herum. Bis Annelie schließlich die Initiative ergriff. Sie kochte ein Abendessen und lud Hermann zu sich ein. Von da an war er häufiger zu Gast – nicht nur zum Essen. Sie Elvis Presley-Fan und er den Schlagern der 1960er und 1970er Jahre verfallen, spielten sie sich ihre Lieblingsstücke vor.

... zum Schluss der ganze Kerl

Und da beide gern tanzen, es für Senioren aber keine diesbezüglichen Angebote gibt, verwandelten sie die Wohnung samstagabends in eine Disco. »Irgendwann habe ich zu Hermann gesagt: ›Bring deinen Schlafanzug mit‹«, sagt Annelie mit einem Grinsen und zählt die Etappen seines Einzugs auf: »Zuerst kam der Wäschetrockner, dann die Spülmaschine, dann die Küche und zum Schluss der ganze Kerl.« Von Doris Stickler

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