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Besuch im Heiligen Land

Ein Fünkchen Hoffnung

privat/Uwe WiegandAn der Klagemauer in Jerusalem geht es immer geschäftig zu. Die Reisegruppe mit Leiterin Ulrike Schmidt- Hesse (Dritte von links vorne).

DARMSTADT. Zwischen den Welten – unter diesem Motto besuchte eine Gruppe von Pfarrern aus Darmstadt unter der Leitung von Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse das Heilige Land. Im Vordergrund standen weniger touristische Ziele als vielmehr die Situation der Menschen in Israel und im Westjordanland.

Vergesst uns nicht!« Faten Mukarker gibt der Gruppe diese Botschaft mit auf den Weg, als sich die Darmstädter nach dem Besuch in ihrer Wohnung in Beit Jala verabschieden. Den christlichen Palästinensern ist es wichtig, dass ihre Situation wahrgenommen wird, besonders von Besuchern aus dem westlichen Ausland.

Faten Mukarker war Gastarbeiterkind

Drei Stunden hat Mukarker die Gäste bewirtet und erzählt: von ihrer Kindheit und Jugend als Gastarbeiterkind im Rheinland, von ihrer Heirat in Palästina im Alter von 20 Jahren mit einem Mann, den sie erst seit einer Woche kannte, von ihrer Begegnung mit einer Auschwitz-Überlebenden. Sie erzählt von der jüdischen Ballettlehrerin ihrer Kinder, die als Kind den Naziterror nur überlebt hat, weil sie tanzen konnte.

Israelischer Offizier tut nur seine Pflicht

Mukarker erzählt aber auch von der Wirklichkeit in Beit Jala im Westjordanland, in der Nähe von Bethlehem, nur einen Steinwurf von Jerusalem entfernt. Von ihrem Olivengarten direkt an der Grenze zur nächsten jüdischen Siedlung. Seit Generationen war er in Familienbesitz, jetzt sollen die uralten Olivenbäume weichen, weil die Grenzmauer mitten hindurch gebaut werden sollte. Auf ihr eindringliches Bitten, die Bäume doch zu verschonen, zeigt der israelische Offizier zwar Verständnis, aber sagt, dass er hier nur seine Pflicht tue.

Im Heiligen Land gibt es viele Geschichten

Sie kann erzählen. Das hat sie von ihrer Oma gelernt. Da gab es für die Kinder vor dem Schlafengehen spannende Märchen, jeden Abend mit einem anderen Schluss, in neuen Kombinationen der Personen und Abläufe. Auch die Hessen bekommen viele Geschichten zu hören im Heiligen Land, Ausschnitte der Wirklichkeit aus verschiedenen Perspektiven, selten jedoch die ganze Geschichte. esz/Von Thomas Kluck

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